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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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und Freuden ohne Zahl: ſo will ich denn gelaſſen mich auch in Leiden faſſen; welch' Leben hat nicht ſeine Quallz

2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und ſtets ſtrafſt du gelinder, als es der Menſch verdient. Will ich, beſchwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Beſten dient?

3. Dir will ich mich erge⸗ ben: nicht meine Ruh', mein Leben mehr lieben, als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen, und nicht auf Menſchen bauen; du hilfſt und du erretteſt gern.

4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sün⸗

den erkennen und bereun!

Jetzt hat mein Geiſt noch Kräfte: ſein Heil laß mein Geſchäͤfte, dein Wort mir Troſt und Leben ſeyn.

5. Wenn ich in Chriſto ſterbe, bin ich des Himmels Erbe. Was ſchreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich

deiner Gnade; du, Herr,

biſt bei mir in der Noth.

6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der Herr wird Alles lenken: und was mir gut iſt, wird geſchehn.

34 Pflichten gegen uns ſelbſt.

Mel. Allgegenwärtiger, ich

46 3 In Trübſal, Chriſt, ſey unverzagt! Wann Schwermuth an dein Herz ſich wagt, erheitre dein Gemüthe; du weißt, auch dich liebt vaterlich der Vater aller Güte.

2. Kein Leiden kommt von ohngefähr; dein Gott ſchickt dir es zu, und er zeigt ſich in ſeinen Wegen ſo groß von Rath, als groß von That und reich an Gnad und Segen.

3. Der dich in Jeſu herz⸗ lich liebt, ſucht, wann er dich durch Kreuz betrübt; das wahre Heil der Seele, weckt dich, daß nicht zu dei⸗ ner Pflicht dir Trieb und Eifer fehle.

4. Das Kreuz beugt Stolz und Uebermuth; erſtickt der Wolluſt wilde Gluth; bricht die Gewalt der Sinne; er⸗ weicht das Herz, daß Andrer Schmerz dein Mitleid leicht gewinne.

5. Auch übt das Kreuz dich in Geduld; erhöht den Werth von Gottes Huld; ſtärkt mäachtig dein Vertrau⸗ en; lehrt im Verluſt dich nun mit Luſt aufs Unſicht⸗ bare ſchauen.

6. Der Leiden Zucht er⸗

hebt dich ſtets zu größrer Andacht des Gebets und ſtarket deinen Glauben. Weit minder kann Verfuh⸗ rung dann dir deine Krone

rauben. 7. Zwar

Gedu

7. Zwar ſte oi deine Ruh hriner ſdeſt viel Beſchwe zukreichen Ae

§ Verſchm irdiſch Leid: genblick der? ewig währet naß ohn l ihn der Geiſ

9 Auch ble Gött getreu; Jater liebreie daß er dich ſchaft dir kaſt dich mi drice.

10. Verb ngeſch Mith dir! ſein Kind n ihn mir liebe den wird laſſe

1l. Durc zu aler Zei in lie Her Jeſu, eingt denn nur du die Krone z

12 Demn d ſe glei jage tie; de den flehen dein Lad; win dihd

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