Druckschrift 
Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

318

Laß mich verachten, Herr, die Eitelkeit der Welt, gib, daß ich ſo mich lieb, wie dir es wohlgefällt.

Sorge für die Seele.

Mel. Kommt her zu mir,

4273 ĩHe.e

ßen Werth, den mir Vernunft und Schrift erklaͤrt, laß mich mit Ernſt bedenken und auf die Sorge für ihr Wohl ſo unermüdet, als ich ſoll, den großten Eifer lenken!

2. Wie huldreich haſt du uns bedacht, wie viel hat deine weiſe Macht ſchon hier an uns gewendet! Du ſchufſt uns, Gott, dein Bild zu ſeyn, und haſt, in uns es zu erneun, ſelbſt deinen Sohn geſendet.

3. Zu groß für dieſe kurze Zeit, beſtimmt zum Glück der Ewigkeit, genieß ich dieſes Leben, durch Glauben und durch Frömmigkeit zu höhe⸗ rer Vollkommenheit dereinſt mich zu erheben.

4. Mit großer Treue willſt du mich auf dieſem Pfade väͤ⸗ terlich zu jenem Ziele führen. O laß mich nicht durch eigne Schuld das Heil, das deine

lieren. 5. Mit dir, o Gott, ver⸗ eint zu ſeyn, mich ewig dei⸗ ner Huld zu freun und dich zum Troſt zu wahlen: das

Vaterhuld mir zugedacht, ver⸗

Pflichten gegen uns ſelbſt.

ſey mein Ziel und mein Be⸗ mühn! Laß mich den rechten Weg dahin aus Leichtſinn nicht verfehlen!

6. Wer böſe iſt, bleibt nicht vor dir. Drum ſchaffe ſelbſt, o Gott, in mir ein Herz, das Unrecht fliehet, das auch die kleinſte Schuld bereut, mit Vorſatz keine Pflicht ent⸗ weiht, für alles Gute glühet!

7. Wie werd ich dann ſo ſelig ſeyn! Schon hier werd ich mich deiner freun, in dir, Gott, ruhig leben; und du wirſt nach vollbrachter Zeit auch mich gewiß zur Herrlichkeit in deinem Reich erheben!

Mel. Es iſt das Heil uns

45 27 b) Nach meiner 142 ¾ Seele Se⸗ ligkeit laß, Herr, mich eifrig ringen! Sollt' ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit ver⸗ bringen? Wie wuͤrd ich einſt vor dir beſtehn? Wer in dein Reich wünſcht einzugehn, muß reines Herzens werden.

2. Erſt, wann die letzten Stunden nahn, erſt, wann wir ſterben ſollen, zu dir ſich wenden, und die Bahn der Sünde meiden wollen; das iſt der Weg zum Leben nicht, den uns, o Gott, dein Un⸗ terricht durch Jeſum Chri⸗ ſtum zeiget.

3. Du rufeſt uns zur Hei⸗ ligung; drum ſoll ſchon hier auf Erden mir meines Her⸗

zens

-

e Sotze werden. zu zur Luſt und ſey zu grß mr der Tugend es 4 Gewann galze Welt mie den Sinnen un ſen woblgefäll ich dann gewin hülfen Glüct mir, was Macht wenn ich daftr Haik verſcherzte! z. Was führt friddenheit ſchon ſem Leben? W Toſt und F b.) und Tod .t Menſche idiſch Glück, Gnade und der nes debens Fre 1d herr, la Kleinod nich v gen trachten; Neligſter, au echt und Tu Daß ich auf d geh, und im G ſeſth, ſey Sorge!

Ml. Cott ate