mir Verſtand und Tüchtig⸗ keit? Ach, Alles kommt von dir. 3
3. Wenn mir ein größer Glück nach deinem Rath be⸗ gegnet und deine Gütig⸗ keit mich mehr, als Andre, ſegnet, gibt dieſe deine Huld mir wohl zum Stolz ein Recht? Bin ich darum nicht auch, was Andre ſind, dein Knecht?
4. Wenn ich geehrt und
groß in hohen Würden ſtehe, und Andre unter mir in klei⸗ nerm Glücke ſehe; wer machte ſie gering, und wer erhöhte mich? Iſt nicht mein Naͤchſter oft viel würdiger, als ich? 5. Wie könnt ich mich, o Gott, des Guten überhe⸗ ben? Was ich beſitz', iſt dein. Du ſprichſt: ſo bin ich Leben; du ſprichſt: ſo bin ich Nichts. Von dir kommt das Gedeihn. Drum laß mich ewig fern von Stolz und Hochmuth ſeyn!
Mel. Wer nur den lieben Gott
er bin ich? 425 W Welche wich⸗ t'ge Frage! Gott , lehre ſie mich recht verſtehn! Gib, daß ich mir die Wahrheit ſage, um mich, ſo wie ich bin, zu ſehn! Wer ſich nicht ſelbſt recht kennen lernt, bleibt von der Weisheit weit entfernt. 2. Ich bin ein Werk von
315 Pflichten gegen uns ſelbſt. 1
deinen Händen; geſchaffen, Gott, zu deinem Preis. Mein Leben nützlich anzu⸗ wenden, will mein Beruf und dein Geheiß. Doch leb' ich, als dein Eigenthum, auch, wie ich ſoll, zu dei⸗ nem Ruhm?
3. Ich bin ein Chriſt nach dem Bekenntniß; doch bin ich das auch in der That? Herr, öffne ſelbſt mir das Verſtändniß, recht einzu⸗ ſehn, ob ich den Pfad, den Jeſus mir gewieſen, geh', und ob ich auch im Glauben ſteh“!
4. Du kenneſt meines Her⸗ zens Tiefen, die mir ſelbſt unergründlich ſind: drum laß mich oft und ernſtlich prüfen, ob ich ſei Chriſto gleich geſinnt? Befreie mich vom falſchen Wahn, der auch den Klügſten täuſchen kann!
5. Wer Alles weiß, und doch verborgen und unbe⸗ kannt ſich ſelbſt noch bleibt, wie will der für ſein Beſtes ſorgen? Was iſt, das den
zur Beßrung treibt? Sich
ſelbſt recht kennen, iſt Ver⸗ ſtand, drum mache mich mit mir bekannt!
6. Was mir zu meinem Heil noch fehlet, mein Va⸗ ter, das entdecke mir! Hab ich der Wahrheit Weg er⸗ wählet; ſo gib, daß ich ihn nicht verlier'! Erleuchte mich mit deinem Licht, ſo täu⸗ ſchen mich Verfuͤhrer nicht.
7. Bin
7. 8 ihh echten tege, rwintinſt nich zurück
der ins Verd len Gib mi daſt und Kraf beides in mir 8. Ich m doch erfahten war, und hie laß nich nich ſparen, voRe helfen teun! H zun Himmel von Wahn! tg!
Sel Mel. d Gott,
4²6·
ſoll mich ſer
laß mich die deiner Vorſch ſchänte ſelh ſrah und be den du mir,
ald en Chri füct ae was wder Menſtzenin
3. Kein nutz behen, nd wenn:


