Mel. Ermuntre dich, mein 39 7 Irie ſanft, mein
/ ☛ Vater, iſt die Pflicht, als Kind zu dir zu treten, voll Demuth und voll Zuverſicht zu dir, o Gott, zu beten! Welch Gluck, das Alles uͤberſteigt, wird im Gebete mir erzeigt, wenn ich mit Kindestreue mein Herz, o Gott, dir weihe! 2. Allwiſſender! zwar bet' ich nicht, um dich erſt zu belehren; nicht mit dem Wahn, was mir gebricht, das müſſeſt du gewaͤhren; nicht, Wunder von dir zu er⸗ flehn; nicht, andern Pflich⸗ ten zu entgehn; nicht, trage, dich zum Segen durch Bitten zu bewegen; 3. Nein, guter Vater, nur um dich recht innig zu empfinden, zum Dank, zur Ehrfurcht feierlich die Seele zu entzünden, zur Demuth, Liebe, Freundlichkeit, zu kindlicher Ergebenheit, zum Fleiß in guten Werken mein Herz vor dir zu ſtärken. 4. Denn, wann ich in der Einſamkeit mein Herz zu dir erhebe, dir, Vater, voll Zufriedenheit mein Schickſal uͤbergebe; dann ſchöpf ich fuͤr die Tugend Kraft, Muth in dem Kampf mit Leiden⸗ ſchaft, Erquickung in dem
Leiden und Hoffnung ew'ger Frenden.
5. Mit keiner Welt ver⸗ tauſche ich die wonnevollen
pfand,
Stunden, wo betend dich mein Herz, o dich, mein Vater, hat empfunden; wo
ich mit Thränen vor dir ſtand, tief deine Vaterhuld em⸗ die liebevoll mich führte, mit Weisheit mich regierte.
6. Wie wird vor deinem Angeſicht der Chriſten Glaube wichtig; wie warm mein Herz für jede Pflicht; zu je⸗ der Tugend tüchtig! Wann böſe Luſt in mir ſich regt, eil ich, von deinem Geiſt be⸗ wegt, mich im Gebet mit Thränen nach Kraft von dir
zu ſehnen.
7. Dein denk ich, froh von Dank gerührt, wann ich mich niederlege, die Pfade, die du mich geführt, bewun⸗ drungsvoll erwäge. Dich rühm ich, wann nach ſanf⸗ ter Nacht zu neuer Luſt mein Aug' erwacht, das die Na⸗ tur entzücket, zu neuer Luſt erquicket.
8. Bin ich, am Ziel von meinem Lauf zu ſchwach,
noch laut zu beten; dann
blick ich, Gott, zu dir hin⸗ auf, und will im Geiſte be⸗ ten. Noch ſterbend, Vater, dank ich dir, der du ſo vie⸗
les Gute mir im Leben haſt
erwieſen.
Sei ewig, Herr, geprieſen!
Mel. Wer nur den lieben Gott 308 Jabane ben
ben u dir n Andatt ſetn, Huten zu beleben dunad zu eiſ Befehl und me and ſtarket mein 2 Laß diſſe rie vergeſſen; karnt mit ihrem taglich und mit *„welch heil widerſäürt von! Merſcien liet, gern das Gute 3 Wennichv Water, trete, ſillen Wunſchve ich in meinem und auf zu di ſchau: dann von heuchelei Eigendünkel fr 4 Nie müſſ dir begehren, Weisſeit nicht
itten, das mir
ten, was Ander fahrt raubt! hoteſt kein Get des Andern S
5. Winſch i dieſer dau o wein herzlich 1 deſt nir Mitt Bider Wohle höhr, dß ich V Habſuctfen,
ſe gebrucen


