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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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und zufrieden werden? ohne ſie nach dieſer Zeit würdig ſeyn der Seligkeitte?

5. Heil mir, daß ich es empfinde, welcher Liebe werth du biſt, meiner das nur würdig finde, was dir wohlgefaͤllig iſt! Einſt, Herr, werd ich deinen Willen ganz erkennen und erfüllen, mich der reinſten Liebe freun, und in dir ganz ſelig ſeyn.

Mel. Wer nur den liehen Gott 364 Zu Vater deiner

Menſchenkin⸗ der, der du die Liebe ſelber biſt, und deſſen Herz auch ge⸗ gen Sünder noch gütig und voll Mitleid iſt, laß mich von ganzem Herzen dein, laß michs mit allen Kräften ſeyn!

2. Gib, daß ich als ein Kind dich liebe, da du mich als ein Vater liebſt, und ſo geſinnt zu ſeyn mich übe, wie

du mir ſelbſt die Vorſchrift

gibſt! Was dir gefäͤllt, ge⸗

fall auch mir; nichts ſcheide mich, mein Gott, von dir!

3. Bewahre mich durch deine Liebe vor Allem, was das Herz verführt, und gib, daß ich Verlaugnung übe, wenn Sinnenluſt zu ſehr mich rührt! Wie ſollt ich je die Kreatur dir vorziehn, Schö⸗ pfer der Natur?

4. Laß mich um deiner Liebe Willen gern thun, was mir dein Wort gebe ut! Kann

Liebe zu Gott .

ichs nicht, wie ich ſoll, er⸗ füllen: ſo ſieh auf meine Wil⸗

ligkeir und rechne mir nach

deiner Huld die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld!

5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das thut, was dir o Gott, miß⸗ fällt; drum laß es mich mit Ernſt vermeiden, gefiel es auch der ganzen Welt! Die kleinſte Suͤnde ſelbſt zu ſcheun, laß, Vater, mich befliſſen ſeyn!

6. Aus Liebe laß mich Al⸗ les leiden, was mir dein weiſer Rath beſtimmt! Du führſt durch Trübſal den zu Freuden, der ſeine Laſt gern auf ſich nimmt; und wer ſein Leiden weislich nützt, wird mächtig von dir unter⸗ ſtützt. b 7. In deiner Liebe laß mich ſterben: dann wird ſelbſt Sterben mein Gewinn: dann werd ich deinen Himmel er⸗ ben, wo ich dir, Vater, näher bin; dann liebt dich meine Seele rein, und lie⸗ bend wird ſie ſelig ſeyn.

In eigener Melodie.

365 Wnan denne

Pflicht dich Gottes Liebe nicht

beſeelet, ſo rühme dich der Tugend nicht, und wiſſe, daß dir Alles fehlet. Wenn Vortheil, Wolluſt, Eigen⸗

ſinn und Stolz dir nur das Gute rathen: ſo thue doc ſo

on 5 bohn do *. Sei durch Natur das a Glück auf lückeſt du die mm vor der werden, erfüll dein Herz: größten Gaben, ſiand, den Euge Gott doch nur ei 3 Erbaue Ki dein Brod, da Armen zu verp riiß die Wittwe und ſei der I

und Segen;

habe hin: vor

noch nichts ge

Led und Pfl beleben, ſo iſt Gewinn.

4. Thu Th

Heldenmuth ne ernicten könn füts Vaterland

laß deinen Lei brennen! Beſe died und Pfli Aüſcht deiner ſchütz und ret

ein; Gott acht

bnit