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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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Heilighaltung des Eides.

falſche Hand; doch läßt er ſein nicht ſpotten; iſt Richter uns ſchon in der Zeit, einſt Richter in der Ewigkeit.

7. Drum ſoll nicht Ehre, Gut und Geld, und nicht die Macht der ganzen Welt mich blenden und verfüh⸗ ren; und drohten mir auch Schmerz und Leid, ich will doch meine Seligkeit muth⸗ willig nicht verlieren. Es gilt kein Leid, kein Gluͤck der Zeit, nein es gilt Gott und Ewigkeit!

8. Gott, heilige du ſelbſt mein Herz, daß ich nicht fre⸗ velnd Spott und Scherz mit Wort und Eidſchwur treibe; daß ich der Wahrheit treuer Freund, auch, weun es mir zu ſchaden ſcheint, mit fro⸗ hem Muthe bleibe! Dann kann ich ohne Furcht und Graun dem Tode ſelbſt ins Antlitz ſchaun.

Mel. Wer nur den lieben Gott 361 Wer⸗. Gott, bei deinem

ſein Verſprechen bricht, der iſt ein Frevler, denn er ehret dich, Gott, den Gott der Wahrheit, nicht. Er kann nicht froh, nicht mit Ver⸗ traun zu dir hinauf gen Himmel ſchaun.

2. Wir ſollen ja nach dei⸗ nem Willen, wie du, der Wahrheit Freunde ſeyn, und,

des Eides Richter,

Namen ſchwöret und treulos

was ſie fordert, gern erfül⸗

len und uns vor keinen La⸗ ſten ſcheun. Wer ſie verletzt, verwirft ſein Heil; ihm wird

des Meineids Oual zu Theil.

3. Wie darf der hoffen, dich zu ſehen, der hier die Wahrheit frech entehrt, den Nächſten ſucht zu hinterge⸗ hen und falſch bei deinem Namen ſchwört? Vor dei⸗ nem heiligen Gericht beſteht ein ſolcher Frevler nicht.

4. Und flöh er zu dem fernſten Meere: du findeſt allenthalben ihn! Wenn er auch noch ſo mächtig wäre, kann er der Allmacht ſich ent⸗ ziehn? Hier hilft nicht Ehre, Macht und Geld, nicht Bei⸗ fall, Gunſt und Schutz der Welt.

5. Drum laß mich eher nichts betheuern, bis ich er⸗ wogen, was ich thu, und den Gedanken oft erneuern: Gott, biſt du! Du ſchauſt ins Herz und dein Gericht bringt auch mein Innerſtes ans Licht.

Liebe zu Gott . Mel. Von Gott will ich 4 n dich, mein 362 Gott! geden⸗ ken, iſt Pflicht und Troſt für mich. Wann Sorg' und

Gram mich kränken, ſo ſieht mein Aug' auf dich; dann

mindert ſich mein Schmerz, dann fliehn die bangen Sor⸗

gen, wie Nebel vor dem

Mor⸗

Rorgm, und! in Helz. en dn ich ar vie veld ich k Mt dantbar fr fil ih mich ir ganz mein dich freudig zu Ehre dir zu led den michzu ſche 3. Mit frolie the den ich an denn, Vater, it all Morgen ich nur ſtets au

giſt du Muth

nir auch zun Werke; es wir

durch dich.

4. Du gabſ barmen den S mich ſtarb, un Armen die Sel Mit ihm iſt A wilſt mirz gna willſt liebreich kmn und ſtets ſeyn.

5. Wie gut; denken, Die M

merhin ihr Her

lenken; wit ſ Gewinn! ich 1 atz dieß bri n, Prnde, die wamich led, Toſimand