225 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
bodenloſe Finſterniß, Mit ihm bin ich erſt Menſch ge⸗ worden: das Schickſal wird
verklärt durch ihn, und Eden
muß an allen Orten um den Geliebten wieder blühn.
4. Das Leben ward zum Freundſchaftsbunde; die gan⸗ ze Welt ſpricht Lieb' und Luſt. Ein Balſam träuft für jede Wunde, und frei und voll klopft jede Bruſt. Durch ihn erhalt ich tauſend Ga⸗
ben; durch ihn bin ich ja
Gottes Kind; gewiß, ihn unter uns zu haben, wo zwei auch nur verſammelt ſind. O geht hinaus auf allen Wzen, und holt die Irren⸗ den herein! Reicht jedem eure Hand entgegen und la⸗ det froh zu uns ihn ein! Der Himmel iſt bei uns auf Erden; im Glauben ſchauen wir ihn an. Die Eines Glaubens mit uns werden, auch denen iſt er aufge⸗ than. 6. Ein alter ſchwerer Wahn von Sünde war feſt an unſer Herz gebannt. Wir irrten in der Nacht, wie
Blinde, von Reu' und Luſt
zugleich entbrannt. Ein je⸗ des Werk ſchien uns Ver⸗ brechen, der Menſch ein Got⸗ tesfeind zu ſeyn. Bang hörten das Geſetz wir ſpre⸗ chen; denn ach, es drohte Tod und Pein.
7. Das Herz, des Lebens reiche Quelle, ein böſes
geheiligt,
Weſen wohnte drinn: und ward's in unſerm Geiſte hel⸗ le: ſo ward nur Unruh' der Gewinn. Ein eiſern Band hielt an der Erde den beben⸗ den Gefangnen feſt; und Furcht, daß er vernichtet werde, verſchlang der Hoff⸗ nung Ueberreſt.
. Da kam der Heiland, des Befreier„ ein Menſchen⸗ ſohn voll Lieb und Macht, und hat ein allbelebend Feuer in unſerm Innern angefacht. Nun ſahen wir erſt den Him⸗ mel offen, als unſer heil'⸗ ges Vaterland; wir konnten glauben nun und hoffen und fühlten uns mit Gott ver⸗ wandt.
9. Seitdem verſchwand die Macht der Sünde, und fröhlich wurde jeder Schritt. Man gab zum ſchönſten An⸗ gebinde ven Kindern dieſen Glauben mit. Durch ihn zog das Leben vorüber, wie ein ſel'ger Traum; und ew'ger Lieb' und Treu' ergeben, bemerk⸗ te man den Abſchied kaum.
10. Noch ſteht im wunder⸗ vollen Glanze der heilige Geliebte hier. Gerührt von
ſeinem Dornenkranze und
ſeiner Treue weinen wir. Ein jeder Menſch iſt uns willkommen, der ſeine Hand
mit uns ergreift, und, in
ſein Herz mit aufgenommen, zur Frucht des Paradieſes
reift. Mel.
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