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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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220 Geſinnung und Verhalten des Chriſten

daß du vom Böſen kehreſt. Begegne deinem Gott, willſt du zu deiner Pein dein hier verſäumtes Gluͤck nicht ewig noch bereun?

15. Entſchließe dich be⸗ herzt, dich ſelber zu beſiegen;

der Sieg, ſo ſchwer er iſt,

bringt göttliches Vergnügen. Was zagſt du? Geht er gleich im Anfang langſam fort; ſei wacker: Gott iſt nah, und ſtärkt dich durch ſein Wort!

16. Ruf ihn in Demuth an; er tilget deine Sünden. Und läßt dich ſein Geſetz erſt ihren Fluch empfinden: ſo widerſtreb ihm nicht; denn Gottes Traurigkeit wirkt eine Reu' in dir, die niemals dich gereut.

17. So ſüß ein Laſter iſt, ſo gibts doch keinen Frieden. Der Tugend nur allein hat Gott dies Glück beſchieden. Ein Menſch, der Gott ge⸗ horcht, erwählt das beſte Theil; ein Menſch, der Gott

verläßt, verläßt ſein eignes Heil.

18. Die Buße führt dich nicht in eine Welt voll Lei⸗ den; Gott kennt und liebt dein Gluͤck; ſie fuͤhrt zu dei⸗ nen Freuden, macht deine Seele rein, füllt dich mit

Zuverſicht, gibt Weisheit und Verſtand, und Muth zu deiner Pflicht.

19. Sprich ſelbſt: iſt dies kein Glück, mit ruhigem Ge⸗

wiſſen die Güter dieſer Welt, des Lebens Glück genießen, und mäßig und gerecht in dem Genuße ſeyn, und ſich der Seligkeit ſchon hier im Glauben freun?

Mel. Wer nur den lieben Gott 8 ie theuer, 308 Gott, iſt deine Güte, die alle Miſſe⸗ that vergibt, ſobald voll Reue das Gemuͤthe die Sün⸗ den, die es ſonſt geliebt, er⸗ kennt, bereut und ernſtlich haßt, und Zuverſicht zum Mittler faßt!

2. Doch laß mich ja nicht ſicher werden, weil du ſo reich an Gnade biſt! Wie kurz iſt meine Zeit auf Er⸗ den, die mir zum Heil ge⸗ geben iſt! Gib, daß ſie mir recht wichtig ſei, daß ich ſie meiner Beßrung weih'!

3. Zwar deine Gnade zu verdienen, ſind Reu' und Beßrung viel zu klein: doch darf ſich auch ein Menſch erkühnen, zu glauben, dir verſöhnt zu ſeyn, wenn er noch liebt, was dir mißfäͤllt, und nicht dein Wort von Herzen hält?

4. Nie kannſt du dem die Schuld erlaſſen, der frevelnd Schuld auf Schulden häuft. Der kann kein Herz zu Jeſu faſſen, der zwar auf ſein Verdienſt ſich ſteift, doch in der Suͤnde noch beharrt, da⸗ für er ſelbſt ein Opfer ward.

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