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geſchlummert haſt, weckt dich ein ſchönrer Morgen. Dann ſchreckt dich Finſterniß nicht mehr, kein banger Traum ſchwebt um dich her, dich beugen keine Sorgen. Eine reine Frühlingswonne ſtrömt die Sonne dort herunter, lä⸗ chelt ewig, geht nie unter. 4. Dann kämpfſt du nicht mit Krankheit mehr, ſiehſt hinter dir der Schmerzen Heer, kennſt keine Noth, kein Leiden, mit neuer Kraft mit neuem Sinn eilſt du von Welt zu Welten hin, trinkſt ſtuͤndlich neue Freuden. Rei⸗ ner, feiner fühlſt du immer; wechſelſt nimmer im Gemü⸗ the; dein Genuß iſt ew'ger Friede.
5. Dort ſchielet nicht mit gift'gem Blick die Mißgunſt nach der Geiſter Glück; dort flicht der Neid nie Netze; die Rache gräbt dir da kein Grab, kein Stolzer drückt auf dich herab; dort ſtiehlt kein Geiz dir Schätze. Dro⸗ ben toben keine Feinde: En⸗ gel, Freunde, Brüder üben ewig ſich mit dir im Lieben.
6. Hier nähret oft zu ſei⸗ nem Schmerz, ſtatt eines Freunds, das traute Herz die Natter in dem Schooße; oft welkt in einem Augen⸗ blick ſein treuſter Freund, mit ihm ſein Glück, gleich ei⸗ ner Frühlingsroſe. Druüben lieben deine Werthen, die Verklärten, dich auf immer,
Unſterblichkeit und Vergeltung.
deine Seligkeit wankt nim⸗ mer.
7. Wie freu ich mich der Wonnezeit, wenn bald der
Herr der Herrlichkeit mir
winket, heimzugehen! Ge⸗ danke, wie entzückeſt du: Gott läßt des letzten Abends Ruh' mich in der Nähe ſehen! Tröſtlich, köſtlich, Wort vom Frieden! kannſt du Müden Labung geben, ihre Hoffnung neu beleben!
8. Nun trag ich meiner Bürde Laſt, die du mir, Gott, gegeben haſt, froh bis zur Wallfahrt Ende. War ſie ſonſt ſchwer, jetzt iſt ſie leicht; denn meine ſchönſte Hoffnung reicht mir lächelnd ihre Hände. Tröſtlich, köſt⸗ lich Wort vom Frieden! kannſt du Müden Labung geben, ſie mit Himmels⸗ kraft beleben!
Mel. Sei Lob und Ehr dem
2 8 7Der Freuden Quell 3 iſt, Gott, bei dir; dort in dem höhern Le⸗ ben wird deine Vaterhuld auch mir in vollem Maaße geben, was mich mit reiner Luſt erfüllt, was meiner See⸗ le Sehnſucht ſtillt, und ſich ohn' Ende mehret.
2. Dich lern ich dann in hellerm Licht, in deiner Grö⸗ ße kennen, und mit voll⸗ kommner Zuverſicht dich mei⸗ nen Vater nennen. Mit ho⸗ her Freude bet ich dann auf
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ewig der ich zun ui 4 Geſt da lul vertro nunſchra heller i welche W wie werd freun! fühlen!
4 Noch dann von als ich au und mein vetliert vo de ſich in! die ich im blicke.
5. Da heilgen) hier, ver daß du! Tugend ſelbſt du pei mih, Ewigkeit ritt. 6. I nenſeit we dic liben Wile mir den herzen Melle rei


