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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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198 Unſterblichkeit und jene Welt reicht ihr den Preis.

2. Wahr iſts, der From⸗ me ſchmeckt auf Erden ſchon manchen ſel'gen Augenblick; doch alle Freuden, die ihm werden, ſind ihm ein unvoll⸗ kommnes Glück. Er bleibt ein Menſch, und ſeine Ruh nimmt in der Seele ab und

u.

3. Bald ſtören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräuſch der eitlen Welt; bald kämpft in ſeinem eig⸗ nen Herzen ein Feind, der öfter ſiegt, als faͤllt; bald ſinkt er durch des Nächſten Schuld in Kummer und in Ungeduld.

4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laſter öf⸗ ters gluͤcklich iſt; wo man den Glücklichen beneidet, und des Bekümmerten vergißt: hier kann der Menſch nie frei von Pein, nie frei von eig⸗ ner Schwachheit ſeyn.

5. Hier ſuch ichs nur; dort werd ichs ſinden; dort werd ich, heilig und verklart, der Tugend ganzen Werth em⸗ pfinden den unausſprechlich großen Werth: den Gott der Liebe werd ich ſehn, ihn lie⸗ ben ewig ihn erhöhn.

6. Da wird der Vorſicht heil'ger Wille mein Will' und meine Wohlfahrt ſeyn, und lieblich Weſen, Heil die Fuͤl⸗ le, am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Ge⸗

und Vergeltung.

winn ſtets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd' ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel ſah; das wun⸗ derbar und heilig nennen, was unerforſchlich hier ge⸗ ſchah; da denkt mein Geiſt mit Preis und Dank die Schickung im Zuſammen⸗ hang. 8. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo Gott mein Heil ſich offenbart; ein Heilig, Heilig, Heilig! ſin⸗ gen dem Lamme, das erwür⸗ get ward, und Cherubin

zund Seraphim und alle

Himmel jauchzen ihm.

9. Da werd' ich in der Engel Schaaren mich ihnen gleich und heilig ſehn, das nie geſtörte Gluͤck erfahren, mit Frommen ſtets fromm umzugehn; da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, mein Gluͤck ihr Gluͤck.

10. Da werd ich dem den Dank bezahlen, der Gottes Weg mich gehen hieß, und ihn zu Millionenmalen noch ſegnen, daß er mir ihn wieß; da find ich in des höchſten Hand den Freund, den ich auf Erden fand.

11. Da ruft, o möchte Gott es geben! vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil ſei

dir! denn du haſt nein Le⸗

ben, die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß dies Gluͤck

Gluck erf iiner Seel

gegen ſie genblick

Mhel. Alel

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ig werden ihnl Da, mzäͤßlig Füütte ei ſeid und; den ewig) welchet( uns durch den gromn

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