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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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3.

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iſe Leiden,j

Das kuͤnftige Leben.

Herz ſeufzt freudenleer, wenn ich den Morgen ſehe. Ein Blick gen Himmel tröſtet

mich; denn meine Thränen

ſtillen ſich einſt ganz in jenem

Leben. 4. Wenn mich der Zukunft

Schickſal ſchreckt, die Noth

der fernen Tage, wenn ſie in mir die Sorg' erweckt,

ob ich ſie auch ertrage: ſo ſtärke mich die Ewigkeit, daß bei dem Elend dieſer Zeit mein Glaube nicht erliege.

5. Wenn einſt, der jetzt noch ferne draut, der Tod mir näher winket; wenn nach der Arbeit dieſer Zeit

mein Haupt zum Schlummer

ſinket; ſo ſterb ich froh; die Ewigkeit zeigt mir des Himmels Herrlichkeit, den großen Lohn der Treue.

6. Herr, dieſen Troſt, der mich erfreut, vermehr in meinem Herzen! Es ſtärke mich die Ewigkeit hier unter Muͤh' und Schmerzen! Ein ewig unvergänglich Heil er⸗ wartet mich und wird mein Theil, wenn ich am Ziele ſtehe.

Mel. Wer nur den lieben Gott

278 s iſt noch eine

Ruh' vorhan⸗ den für jeden Gottergebnen Geiſt, wenn er ſich dieſes Körpers Banden nach Got⸗ tes Willen einſt entreißt, und

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dann nicht mehr ſo einge⸗ ſchrankt, als hier auf Erden lebt und denkt.

2. Zu dieſer Ruhe werd ich kommen; und, Gott, wie ſelig bin ich dann! In deinen Himmel aufgenom⸗ men, fang ich das beßre Le⸗ ben an, wo nach der Laſt, die hier mich drückt, der Freuden Fülle mich erquickt.

3. Wie Mütter ihre Kin⸗ der tröſten, ſo tröſtet deine Freundlichkeit mich mit der Wonne der Erlöſten nach wohl vollbrachter Uebungs⸗ zeit; dann wird mir hell und offenbar, wie gut hier deine Führung war.

4. Da ſchweigen alle meine Klagen: da bringt mein froher Lobgeſang dir ſelbſt für dieſes Lebens Plagen mit nie gefühlter Regung Dank. Froh jauchz ich dann; es iſt vollbracht; der Herr hat Alles wohl gemacht!

5. Auf ewig trifft mich dann kein Leiden, kein Schmerz und keine Schwach⸗ heit mehr, ich fühle dann die reinſten Freuden, gekrönt von dir mit Preis und Ehr'. Feſt ſteht mein Glück, und Herr, dein Heil bleibt dann in Ewigkeit mein Theil.

6. Gott, laß mich das zu Herzen faſſen, daß du den, der dich redlich liebt, nicht ſtets willſt in der Unruh laſ⸗ ſen, die dieſes Leben noch umgibt! Dies flöße Kraft

N 2 und