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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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alle Völker hören erwar⸗ tungsvoll und tief gebeugt: Kommt, erbt das Reich der Ehren! So ſpricht er zu der frommen Schaar; zu der, die ihm nicht folgſam war: Hinweg von mir, Verbrecher!

5. Sie gehn verzweifelnd, jammern, flehn; Stürtzt über uns zuſammen, ihr Welten, fallt, daß wir vergehn, die wir uns ſelbſt verdammen!

Die Frommen aber ſtehn im

Licht des Friedens, und ihr Angeſicht ſtrahlt ſeliges Ent⸗ zücken.

6. Frohlockend ziehn ſie in das Reich, das Gott für ſie bereitet, wo er ſie, ſeinen En⸗ geln gleich, von Licht zu Lichte leitet. Das Stückwerk wird Vollkommenheit; kein Kum⸗ mer, keine Traurigkeit ſtort ihre ſel'gen Freuden.

7. Mein Heiland, laß mich dein Gericht oft und mit Ernſt bedenken! Es ſtärke mich mit Zuverſicht, ſo oft mich Leiden kränken! Es reitze mich, gewiſſenhaft und eingevenk der Rechenſchaft, nach deinem Wort zu wan⸗

ddeln!

Mel. Straf mich nicht in deinem

Serr, ich bin dein 274 H Eigenthum;

dein iſt auch mein Leben! Mir zum Heil und dir zum Ruhm haſt du mirs gege⸗ ben! Väterlich führſt du mich

Unſterblichkeit und Vergeltung.

auf des Lebens Wegen mei⸗ nem Ziel entgegen.

2. Einſt kommſt du mit

großer Kraft zum Gericht auf Erden: dann ſoll ich zur Rechenſchaft vorgefordert werden. Dein Gericht ſcho⸗ net nicht; Richter aller Wel⸗ ten, du, du wirſt vergelten.

3. Weh dann mir in Ewig⸗ keit, wenn ich deine Gabe, meine Kräfte, meine Zeit hier gemißbraucht habe! Weh dann mir, hab ich hier ſie nicht treu verwendet, ſorg⸗ los ſie verſchwendet!

4. Möchte täglich dein Ge⸗ richt mir vor Augen ſchwe⸗ ben! Möcht' ich mich, ſtets meiner Pflicht treu zu ſeyn, beſtreben, daß ich nie thö⸗ rigt ſie aus den Augen ſetze, nie ſie frech verletze! 82

5. Lehre mich gewiſſenhaft meine Tage zaͤhlen, einge⸗ denk der Rechenſchaft, nur was gut iſt, wählen! Gib, daß ich ernſtlich mich täglich und auch heute, darauf vor⸗ bereite!

6. Zeigt ſich erſt die Ewig⸗

keit furchtbar in der Nähe, o, dann iſt es nicht mehr Zeit, daß ich Gnad' erflehe! Wann der Tod ſchon mir droht, kann ich deinen Wil⸗ ken, Herr, nicht mehr erfül⸗ en. a

7. Mein Gewiſſen ſtrafe mich gleich bei jeder Sünde,

daß ich, Mittler, bald durch dich Gnade ſuch' und finde!

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1756

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