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zur Ewigkeit mir ſei von dir gegeben.
5. Den ew'gen Rath, die Miſſethat der Sünder zu ver⸗ ſühnen, den kennt' ich nicht, wär' mir dies Licht nicht durch dein Wort erſchienen.
6. Nun darf mein Herz in Reu' und Schmerz der Suͤn⸗
den nicht verzagen; nein, du
verzeihſt, lehrſt meinen Geiſt im Glauben: Vater! ſagen. 7. Mich zu erneun, mich
dir zu weihn, iſt meines Heils
Geſchafte! Durch meine Müh vermag ichs nie; dein Wort
gibt mir die Kräfte.
8. Herr, unſer Hort, laß dieſes Wort mir Licht und Freude geben! Es ſei mein Theil, es ſei mein Heil und Kraft zum ew'gen Leben!
Mel. Freu dich ſehr, o meine 0 ott, durch den 205 G wir ſind und
leben, deine Güte ſei ge⸗ preiſt, daß du uns dein Wort gegeben, das zum Heil uns unterweiſt, das uns unſre
Pflichten lehrt, warnt, er⸗
mahnet, ſtraft, bekehrt, und wenn uns ein Leiden druͤ⸗ cket, uns mit reichem Troſt erquicket.
2. Gib, daß wir es innig lieben; ernſtlich ohne Heu⸗
chelſchein, das darin Befohl⸗
ne üben: und nicht bloße Hoͤrer ſeyn; denn, wer dei⸗ nen Willen weiß, und ihn doch nicht thut mit Fleiß,
Werke und Wohlthaten Gottes.
der iſt arger als die Heiden und muß doppelt Strafe leiden.
3. Darum präge deine Leh⸗ ren tief in unſre Seelen ein; laß ſie uns mit Nutzen hö⸗ ren, und derſelben Thäter ſeyn; treib uns dadurch kräf⸗ tig an, daß wir dich vor jedermann froh bekennen, kindlich lieben, und mit Sün⸗ den nicht betrüben.
4. In der Seele Finſter⸗ niſſen ſei dein Wort uns ſtets ein Licht! Laß uns Troſt dar⸗ aus genießen, wenn es uns an Troſt gebricht! Es ver⸗ ſüß' uns jede Noth; es er⸗ erquick uns auch im Tod durch die Hoffnung, ganz zu ſchau⸗ en, was wir deiner Wahr⸗ heit trauen.
Mel. Schwing dich auf, zu
G 8 er du ſelbſt die 206 D Wayrheit biſt, Gott, zu dem ich ſinge, Gott, den kein Verſtand ermißt, Urſprung aller Dinge: alle Weisheit kommt von dir zu den Menſchenkindern; ſie er⸗ leuchtet uns, wenn wir ſelbſt ihr Licht nicht hindern.
2. Vorurtheil und Fin⸗ ſterniß füllen unſre Seelen; unſer Blick iſt ungewiß, un⸗ ſre Schlüſſe fehlen: aber dein Verſtand weicht nicht von der lautern Wahrheit. Was du denkeſt, das iſt Licht, Richtigkeit und Klarheit.
3. Wirf dich, ſterbliches Ge⸗
lara en
ürs hret.
14. Gott, n Wort verptich muß geſcehen, hung kann nun wetüſeneten. ſende nicht ſchon, un waren, dei deinen Lohn, dir afaften? 73 Seele, wol Gott zuverſicht Soll der Leich Spotl deinen; ben? Die die gebaut, kam luͤgen? Kann ihr vertaut, zer
krügen?
6 Ed un h ergeten, Gutt,
witd bleiten. iie es ſcmahen richt verteiben Staub vor dir, Reten. Du lutn ihr u emporn.


