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ſam ſeyn; auch meine Brü⸗ der lieben, und, wenn ſie mich betrüben, mit edlem Wohlthun ſie erfreun.
8. Als Chriſt will ich mich üben, die Feinde ſelbſt zu lieben, wie du, der für ſie bat. Ich will des Lebens Plagen getroſt und willig tragen, und thun, wie mein Erlöſer that.
9. Nie will ich wieder ſchel⸗ ten, nie Spott mit Spott vergelten, nie, wenn ich leide, dräun. Selbſt Un⸗ rreecht will ich dulden, dem
Nächſten ſeine Schulden, wie du, von Herzen gern verzeihn.
10. Gerührt von deinen Plagen will ich mit Ernſt entſagen dem, was dir nicht gefällt; was deine Augen haſſen, das will ich fliehn und laſſen, gefiel es auch der ganzen Welt.
11. Und ſoll ich endlich ſterben, ſo laß dein Reich mich erben, mich ſo getroſt, wie du, in deine Vaterhände den Geiſt an meinem Ende
empfehlen zu der ew'gen Ruh. Mel. Befiehl du deine Wege
„WDer du voll Blut 163 D und Wunden für uns am Kreuze ſtarbſt, und unſern letzten Stunden den höchſten Troſt erwarbſt; der du dein theures Leben, noch eh ich war, auch mir
Werke und Wohlthaten Gottes.
zur Rettung hingegeben: mein Heil, wie dank ich dir!
2. Wie viel haſt du erdul⸗ det, erhabner Menſchenſohn, als du, der nichts verſchul⸗ det, empfingſt der Sünder Lohn! Da folgte Schmerz auf Schmerzen; da traf dich Schmach auf Schmach; da lag auf deinem Herzen Angſt, die das Herz dir brach.
3. Entblößt von allem Reize, der Menſchen wohl⸗ gefällt, hingſt du an deinem Kreuze, ein Fluch vor aller Welt. Dich flohen deine Freunde; du warſt der Leute Spott; dich höhnten deine Feinde: wo iſt denn nun dein Gott?
4. Wer kann dir nachem⸗ pfinden den Schmerz, die Todesangſt, mit welcher du, von Sünden uns zu erretten, rangſt? Die Laſt gehäufter Plagen fiel da ſo ſchwer auf dich, daß ſie dich drang zu klagen: Gott, wie ver⸗ läßt du mich!
5. Ach, dieſe Laſt und Mü⸗ he hab ich auch dir gemacht! O mein Erlöſer, ſiehe vom Throne deiner Macht in Gna⸗ den auf mich Armen, der ſich verſchuldet hat, und hilf mir aus Erbarmen von meiner Miſſethat!
6. Ich will auf dich ſtets ſehen mit aller Zuverſicht; wohin ſoll ich ſonſt gehen? Verwirf nur du mich nicht! Wo ſoll ich Ruhe finden, nene
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du wich, ber, wo Renigung ve wenn du ſie mir
7 du haſt m ahen zur Tugen Kaatt, in Lruͤbſ Fteuden, die verſchafft. O 9. Gnade auch mei ben Thell, unde bens Pfade mi Kuſt, Troſt und
§ Gol ich, o. ſcheden, o ſo v
ait: ſei du in d rein Troſt, mein
eicht! Wenn mir
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zen ſehn, ſo rei den Aengſten g
Angſt und Pein.
9. Laß du n Hoffen dann in
geehn, und mich offen, Herr, dei
ſhn. Mi he
zütten will ich d benzvol nach dir,
nd bliken. W der ſintt vohl 3
—
b. eigener N.


