104 Werke und Wohlthaten Gottes.
zu lieben; oft wußt' er auch nicht, was er that.
4. Du tröͤſteteſt den Ar⸗ men, der ſich auf dein Er⸗
barmen am Krenze feſt ver⸗
ließ. Auch ich bin, wann ich ſterbe, war ich dir treu, dein Erbe, und folge dir ins Paradies.
5. Du ſorgteſt, voll von Liebe aus regem Mitleids⸗ triebe, noch fuͤr der Deinen Ruh'. Ach, wenn auch ich muß leiden und von den
Meinen ſcheiden: ſo ſende
Troſt und Muth mir zu!
6. Du mußteſt, matt von Plagen, auch uͤber Durſt noch klagen und keiner labte dich. Warum ſollt ich denn beben, wann Leiden mich umgeben? Du labſt ja und erquickeſt mich.
7. Du riefſt voll tiefer Trauer im bangen Todes⸗ ſchauer: verläßt du mich, mein Gott? Nun mag ich einſt erblaſſen, du wirſt mich nie verlaſſen; dn fühlteſt ſelbſt des Todes Noth.
8. Du ſprachſt am Ziel der Leiden mit namenloſen Freuden, mein Werk iſt nun vollbracht! Lehr es auch mich
wollbringen, und einſt zum
Ziele dringen durch meines Todes dunkle Nacht!
9. Du gabſt am Leidens⸗ ende in deines Vaters Hände getroſt die Seele hin. Wann ich auch meine Seele ihm
einſt, wie du, befehle: dann
iſt auch mir der Tod Ge⸗
Mel. Befiehl du deine Wege
5 er Herrſcher al⸗ 191 D ler Lande muß ſich gebunden ſehn, er muß, bedeckt mit Schande, vor ſeinen Knechten ſtehn, und hier ſich richten laſſen. Sie ſuchen ihre Wuth, womit ſie längſt ihn haſſen, zu ſättigen mit Blut.
2. Die Unſchuld ſeiner Leh⸗
ren, wem war ſie unbewußt? Wer wars, der ihn mehr eh⸗ ren, wer, der ihn ſchützen mußt’? Wem waren dies ſonſt Pflichten, als denen, die ihr Stand, ein recht Ge⸗ richt zu richten, aufs heilig⸗ ſte verband?
3. Doch hier wird falſcher Zeugen Verläumdung gern gehoͤrt, hier wird durch Lä⸗ ſterungen der Heiligſte ent⸗ ehrt; hier wird das Recht gebeuget, entweiht das Rich⸗ teramt; hier wo die Falſch⸗ heit zeuget, die Unſchuld frech verdammt.
4. Entweiht iſt zwar die Stätte, entheiligt dies Ge⸗ richt, in dem man Jeſum ſchmähte, doch ſeine Unſchuld nicht. Er ſchweigt; es macht ſein Schweigen, und ſelbſt der Lügner Mund, die wi⸗ der ihn hier zeugen, ſchon ſeine Unſchuld kund.
5. O würde nie mit Rän⸗ ken der Ungerechtigkeit, die
Recht
it ud Unſch i Jichtertuhl
entvait an keine
Pattheit und de nne durch Läſt Anſchald leiden
6. Leht wich ih ſchweigen, riden ſoll! Min und meit Zelg
und wahrfeisvol
ven Mand nie i nich von Falſchhe
ich ein Feind der Fannd der Wahr 17. Laz mich
ſchelten, wenn mi
heit ſchilt, nie H vergelten! Mei
ſanft und wild⸗ die Rache n⸗
muß ich ohne Schmach und: de, ſo wiſt;
Huld Yel. Eo ſchlu 4
Puth, die kaun worden, den Erl
33 Rauſam ſthe
den.


