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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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102 Werke und Wohlthaten Gottes.

hin. Um dich war Alles trü⸗ be; doch du bliebſt ruhevoll. So ſtark war deine Liebe zu uns und unſerm Wohl!

7. ‚O Freund der Menſchen⸗ kinder, den nun kein Leid mehr drückt, wie hoch haſt du uns Sunder durch dieſe Huld beglückt! Dich wollen wir erheben, ſo viel die Schwachheit kann, und dir zur Ehre leben. Nimm un⸗ ſer Opfer an.

Mel. Wenn mich die Sünden

inſt, als im 146 E Angſtgebete,

Herr, deine Seele rang, und immer heißer flehte; ſo tief⸗ gebeugt, ſo bang: da fandſt du keinen Troſt, kein Licht, da ſchwebte nichts als Mar⸗ ter vor deinem Angeſicht.

2. Auch ſie, die ſo ent⸗ ſchloſſen, ſo männlich dich bekannt, ſind muthlos, ſind verdroſſen, vom Schlummer übermannt. Sie ſchauen dei⸗ ner Seele Schmerz und kei⸗ ner deiner Brüder ſpricht Lab⸗ ſal in dein Herz.

3. Doch dieſe ſchwachen Seelen trägt deine Lieb' und Huld, wie ſehr ſie gleich⸗ wohl fehlen, mit ſchonender Geduld. Erbarmend ſprichſt du: Freunde, wacht! o wacht mit mir und betet, nah iſt des Feindes Macht!

4. Du Träöſter ſchwacher

Brüder, Herr, nimm dich

meiner an! Wie leicht fall

ich auch nieder, verfuhrt durch ſtolzen Wahn! Ach! oftmals ſchlumm'r ich ſorg⸗ los ein, bin ruhig bei Ge⸗ fahren, die meiner Seele dräun.

5. Herr,'rette du mich Schwachen, wenn Stolz und Sicherheit den Geiſt verdroſ⸗ ſen machen. Gib Kraft und Muth im Streit; flöß' mei⸗ ner Seele Tröſtung ein; ſprich zu ihr: kämpf' und bete! bald iſt die Krone dein!

Mel. Herzliebſter Jeſu!

ekenner Jeſu, 147 B werdet nie vermeſſen! Der Fall iſt na⸗ he, wenn wir je vergeſſen, Beſtändigkeit und Sicherheit vor Suͤnden auf Gott zu gründen.

2. Dann gleichen ſelbſt die feurigſten Entſchluͤſſe den lich⸗ ten Dünſten, die durch Fin⸗ ſterniſſe ſchnell in die Höhe ſchimmern und vergehen, wie ſie entſtehen.

3. Die Jünger ſtärkten in der ernſten Stunde durch Wachen und Gebet, ſich nicht im Bunde mit ihrem Herrn;

ſie fielen ſelbſt vor Kummer

in tiefen Schlummer. 4. Als der Verräther kam mit ſeinen Schaaren, wie

bebten ſie vor drohenden Ge⸗

fahren! Wo war ihr Muth, für ihren Herrn mit Freuden den Tod zu leiden?

5. Un⸗

3 lhrugden

ie Sc ten flin die S da wallſſen,

nit Enafe ſt

dr, daß ſeile retet werde.

i. D wache daß der Mernſch freure ach lus 9 zvefener G Glauben vanken!

117 Mer dich

funchte, Herr 3 von ſeiner Schwa⸗

dent des Fallet Anger, ſteb er: lauen auf dich

8. La deine

Nerr, zar Sein lehrt uns wachl eernſtlich beten! wiir in Kanpf gen; wir werden

Mel O kamm Gau

1ʃ8 E9.