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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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2 du ordneſ, 1

was mir begeg⸗ Erſtaunt ſeh 1 1 groß iſt den wie wunderbat n, wohin ſoll in

Geiſte fliehen,

löſt an dem fer = lieb ich dir nich * Auch da um⸗ *) doch deine Al⸗ , denn du biß d dein iſt jedes

h ich zur Finſter⸗ mich, mich zu Zucht ich doch um⸗ zir wich zu ver⸗ anauch die Finſter⸗ dir helles Licht; Jlaͤnzt wie der Tag u Angeſicht.

a varſt ſchon über

ner Mutter Leibe nein Herz, Gott,

zund bleibe! Ich

du mich wun⸗ Zacht, und mi⸗

war, ſchon vi⸗

1 mein Ge⸗ ans Licht gekom⸗ im Dunkeln 4

und Eigenſchaften.

die Bildung angenommen. Dein Auge ſah mich ſchon, eh ich bereitet war, und mei⸗ ner Tage Lauf war dir ſchon offenbar. 4

8. Was für Erkenntniſſe, fuͤr köſtliche Gedanken! Un⸗ zählbar ſind ſie mir, denn ſie ſind ohne Schranken. Mit Ehrfurcht will ich ſtets auf dich, mein Schöpfer! ſehn, dir folgen, und dein Lob, ſo gut ich kann, erhoͤhn. 9. Erforſche mich, mein Gott, und pruͤfe, wie ichs meine; ob ich rechtſchaffen bin, wie ich von auſſen ſchei⸗ ne? Sieh, ob mein Fuß viel⸗ leicht auf falſchem Wege geht, und leite mich den Weg, der mich zu dir erhoͤht.

Mel. Wie groß iſt des Allmächt

gen Güte.

o ſind die Weiſen, 25 W die mich lehren, wie unſer Gott allwiſſend iſt? Wer kann mir Forſchenden erklären, was ſein Verſtand faßt und ermißt? Wer ken⸗ net ihn von Angeſichte? Wer, wenn er noch ſo hoch ſich ſchwingt? Bekennt's: Er wohnt in einem Lichte, zu dem kein ſterblich Auge dringt. 2. Könnt' ich die Sterne Gottes zaͤhlen, der Erde Staub, den Sand am Meer, und die Gedanken aller See⸗ len von ihrem erſten Ur⸗ ſprung her; ſo waͤr ich wei⸗ ſer, als auf Erden ein Menſch

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iſt, als am Strom des Lichts vielleicht ſelbſt Engel jemals werden; doch wuͤßt ich ge⸗ gen Gott noch nichts.

3. Nichts gegen ihn, der ſie durchſchauet, die Tiefe der Unendlichkeit und jede Welt, die er gebauet und je⸗ den Punkt der Ewigkeit. O du, der alles weiß und nen⸗ net, was iſt, was werden ſoll und war; wie biſt du jedem, der dich kennet, un⸗ endlich groß und wunderbar!

4. Ja, dich bewundern, dir vertrauen, iſt meines Geiſtes erſte Pflicht. Mit Ehrfurcht darf ich nach dir ſchauen, doch dich begreifen kann ich nicht. Gott , nach dem Licht, in dem du wohneſt, ſchau ich mit heiliger Be⸗ gier, du ſieh'ſt es gnädig und belohneſt mit Weisheit meinen Blick nach dir.

5. Die Weisheit warnet mich vor Suͤnden, vor Selbſt⸗ betrug und Heuchelei. Ich denke ſtets: Gott kann mich finden, wie tief verborgen ich auch ſei. Vor ihm kann keine Nacht mich decken, kein falſcher Schein betrüget ihn. Mich wuͤrde ſtets ſein Da⸗ ſeyn ſchrecken, koͤnnt' ich gleich aus der Welt ent⸗ fliehn.

6. Wer kennet ſeines Her⸗ zens Tiefen? Wer darf, o Gott, ſich ſelber traun? All⸗ wiſſender! du wollſt mich

prüfen, du wolleſt ganz men

Her