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Für Kranke.
Heimat zu, Und laß ſie nach ſanftem Sterben Deines Himmels Frie⸗ den erben.
Mel. Nun ruhen alle Wälder. 2 uf Gott nur will ich 6 70. A ſehen, Er hört der Witwen Flehen, Und nimmt ſich meiner an. In meinen tiefſten Schmerzen Bleibt er doch meinem Herzen Der Fels, auf den ich bauen kann.
2. Mich tröſtet ſeine Gnade, Er iſt auf jedem Pfade Bei mir bis an das Grab. Er wird mich nicht verlaſſen! Dies Troſtwort will ich faſſen, Es ſei mein Stecken und mein Stab.
3. Gott will ich gläubig lieben, Und gute Werke üben In ſtiller Einſamkeit. Er ſieht es, wie ich's meine, Er ſieht auch, wenn ich weine, Und giebt mir, was mein Herz erfreut.
4. Auch wenn ich mehr noch litte, Bis zu dem letzten Schritte Will ich ihm folgſam ſein. Er prüft mich nur durch Leiden, Und führt zu höhern Freuden Mich einſt mit frommen Duldern ein.
5. So eilen meine Tage, Auch unter Laſt und Plage, Wie Träume ſchnell dahin! Und ohne Widerſtreben Verlaß ich einſt das Leben Mit ſtillem, ihm ergebnem Sinn.
6. Wenn ich dann einſt dich
ſchaue, Auf den ich hier vertraue, Mein Vater und mein Freund, Wie will ich dann dich ehren, Wie danken für die Zähren, Die ich als Witwe hier geweint!
7. Den Gatten, den ich liebte, Des Abſchied mich betrübte, Find ich in Gottes Hand. Wie wollen wir uns freuen, Und unſre Lieb erneuen Im thränenfreien Vater⸗
land!
6. Für Kranke, Geneſende, Sterbende.
Mel. Wer nur den lieben Gott.
671 Der Morgen kommt, 4 noch währt die Plage, Sie wird mit jedem Morgen neu. Wie traurig fließen mir die Tage Der bangen Prü⸗ fungszeit vorbei! Das Licht, der neuen Sonne Licht, Erheitert meine Seele nicht. 2. Noch immer bin ich auf der
heit nicht.
Erde, Wo mich Gefahr und Not umringt, Wo mich die drückende Beſchwerde Zum Kleinmut und zur Klage dringt. Ich hoff auf Lindrung meiner Pein, Doch meine b Hoffnung trifft nicht ein. V
3. Herr, eile doch, mir beizuſte⸗ hen, Verlaß mich in der Schwach⸗ O neige auf mein brünſtig Flehen Zu mir dein freundlich Angeſicht. Verleih mir nur in meinem Schmerz Geduld und ein zufriednes Herz.
4. Noch iſt das Schickſal mir verborgen, Das dieſen Tag mich treffen ſoll, Doch dich, o Vater, laß ich ſorgen: Du kennſt und willſt mein wahres Wohl. Dein Rat, was der beſchließt und thut, Iſt heilig, iſt gerecht und gut.
5. Soll ich die Laſt noch länger tragen, So halt ich deiner Fügung
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