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Evangelisches Gesang-Buch / herausgegeben nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Cleve, Berg und von der Graffschaft Mark
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Neujah

rslieder. 37

Nach ſo viel Blutvergießen Die

Freudenſtröme fließen.

11. Sprich deinen milden Se⸗ gen Zu allen unſern Wegen, Laß Großen und auch Kleinen Die Gnadenſonne ſcheinen.

12. Sei der Verlaſſnen Vater, Der Irrenden Berater, Der Un⸗ verſorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe.

13. Hilf gnädig allen Kranken,

Gieb fröhliche Gedanken Den

hochbetrübten Seelen, Die ſich mit Schwermut quälen.

14. Meiſte, Füll uns mit deinem Geiſte, Der hier uns herrlich ziere, Und dort zum Himmel führe.

15. Das alles wollſt du geben, O meines Lebens Leben! So ſegne, ſo bewahre Uns in dem neuen Jahre.

Mel. Es iſt das Heil uns. 61 Gott, du biſt der Herr

3 der Zeit Und auch der Ewigkeiten. Laß mich mit froher Dankbarkeit Auch jetzt dein Lob verbreiten. Ein Jahr iſt aber⸗ mal dahin; Wem dank ichs, Gott, daß ich noch bin? Nur deiner Macht und Güte!

2. Dich, Ewiger, dich bet ich an, Unwandelbares Weſen, Dich, den kein Wechſel treffen kann! Wir werden, ſind geweſen! Wir blühen und verblühn durch dich, Nur du biſt unveränderlich: Du warſt, du biſt und bleibeſt.

3. Herr, ewig währet deine Treu, Mit Huld uns zu begegnen, Mit jedem Morgen wird ſie neu, Mit Wohlthun uns zu ſegnen.

Und endlich, was das

Ich weiß von keinem Augenblick, Da nicht von ihr ſtets neues Glück Mir zugefloſſen wäre.

4. Du haſt auch im vergangnen Jahr Mich väterlich geleitet, Und wenn mein Herz voll Sorgen war, Mir Hülf und Troſt bereitet. Von ganzer Seele preif ich dich, Aufs neue übergeb ich mich, Gott, deiner weiſen Führung.

5. Vergieb mir die gehäufte Schuld Von den verfloßnen Tagen; Du wolleſt mich mit Vaterhuld In Chriſto ferner tragen Laß mich in deiner Gnade ruhn, Und lehre du mich ſelber thun Nach deinem Wohlgefallen.

6. Gieb neue Luſt und neue Kraft, Vor dir gerecht zu wandeln. Laß, Herr, mich ſtets gewiſſenhaft Vor deinen Augen handeln. Dein Geiſt belebe Herz und Mut, Dich, o du allerhöchſtes Gut, Und nicht die Welt zu lieben.

7. Die Welt vergeht, dies reize mich, Die Luſt der Welt zu flie⸗ hen; Um beßre Freuden müſſe ſich Mein Geiſt ſchon jetzt bemühen. Der Ewigkeit bin ich verwandt, Im Himmel iſt mein Vaterland, Dahin laß, Herr, mich trachten.

8. O lehre ſelbſt mich, meine Zeit Mit Weisheit, Herr, verwen⸗ den, Und laß den Lauf zur Ewig⸗ keit Mit Treue mich vollenden. Der Tage Laſt erleichtre mir, Bis meine Seligkeit bei dir Kein Wechſel weiter ſtöret.

Mel. Valet will ich dir geben.

62 Mis hieher iſts gelungen, * Vorüber iſt das Jahr.

Ich bin hindurch gedrungen Durch