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Evangelisches Gesang-Buch / herausgegeben nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Cleve, Berg und von der Graffschaft Mark
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Adventslieder.

mich, Damit mein Geiſt erneure

ſich, Und ich, vom alten Menſchen frei, Ganz rein, ganz neu und chriſtlich ſei, Damit mein Mund ermuntre ſich, Und Gott lobſinge ewiglich.

3. So findet auch, mehr als zuvor, Dein teures Wort ein offnes Ohr, Das Wort, das dem das Leben giebt, Der darnach thut, und Glauben übt. Ach Jeſu, gieb, daß dies in mir Zur Frucht gedeihe für und für.

Eigne Melodie.

31 Ho ianna, Davids Sohn, 4 Der in ſeines Vaters Namen Sich erhebet auf den Thron Über Jakobs Haus und Samen! Welchem Gott ein Reich beſtimmt, Dem die Reiche dieſer Erden Endlich müſſen dienſtbar werden, Und das ſelbſt kein Ende nimmt. 2. Sei geſegnet, teures Reich, Das ein ſolcher Herr beſitzet, Dem kein Herr auf Erden gleich, Der das Recht mit Nachdruck ſchützet! Schwinge dich in ſtetem Flor, Groß durch Frieden, reich an Freuden, Unter Juden, unter Hei⸗ den, Mit vermehrtem Glanz empor. 3. Deines Königs Majeſtät Müſſe jedes Volk verehren, Und ſo weit die Sonne geht, Müſſe ſich ſein Ruhm vermehren. Selbſt der kleinen Kinder Mund Mache

zum Verdruß der Feinde Und

zur Freude ſeiner Freunde Sei⸗ nen großen Namen kund.

4. Schreibe, Herr, mich auch mit an Unter deine Unterthanen! Ich will dir, ſo gut ich kann, In mein Herz die Wege bahnen.

Ich geſelle mich im Geiſt, Herr, zu jenen frohen Chören, Die mit lautem Dank dich ehren. Sohn

des Höchſten, ſei gepreiſt!

5. Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, Seid ermuntert, meine Sin⸗ nen! Jeſus und ſein Gnadenreich Wird in euch nun Raum gewinnen.

Kommt und ſchwört den Huld' gungseid, Kommt und küßt den Sohn der Liebe! Ach, daß nie⸗

mand draußen bliebe! Hier, o

hier iſt Seligkeit!

Mel. Ich dank dir ſchon.

32 Gedanke, der uns Leben * giebt, Wer kann dich

Sohn zu ſchenken.

2. Hoch über die Vernunft er⸗ höht, Umringt mit Finſterniſſen, Füllſt du mein Herz mit Majeſtät, Und ſtilleſt mein Gewiſſen.

3. Ich kann der Sonne Wun⸗ der nicht, Noch ihren Bau ergrün⸗ den, Und doch kann ich der Sonne Licht Und ihre Wärm empfinden.

4. So kann ich auch nicht Got⸗ tes Rat Von Jeſu Tod ergründen, Allein das Göttliche der That, Das kann mein Herz empfinden.

5. Nimm mir den Troſt, daß Jeſus Chriſt Nicht meine Schuld

getragen, Nicht Gott und mein

Erlöſer iſt, So werd ich angſtvoll zagen.

6. Iſt Chriſti Wort nicht Got⸗ tes Sinn, So werd ich irren müſ⸗ ſen, Undwer Gott iſt, und was ich bin Und werden ſoll, nicht wiſſen.

7. Nein, dieſen Troſt der Chriſ⸗ tenheit Soll mir kein Spötter rau⸗

fühl ic ein

lu ſhmece; 11. Und w ennde hänkt, n, So beiß

ganz durchdenken?Alſo hat Gott die Welt geliebt, Uns ſeinen