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offenbart er ſich gewiß deinem ſehnenden, durſtenden Herzen ſo, daß dir die Freude, ihn zu beſitzen, uͤber alle Freuden des Lebens geht, und du nun nicht mehr der Welt, nicht mehr dir, nicht mehr der Suͤnde, ſondern nur dem lebſt, der ſich dir ge⸗ ſchenket hat. Iſt uns doch Allen dieſes Kind geboren.(Jeſ.9,6.) Liegt es doch Allen vor Augen in ſeinem Worte; wird es uns doch durch die Verkuͤndigung des Evangeliums dargeboten und uns ins Herz eingepflanzt. Jac. 1,21.) Eil ſo nimm es doch auf deine Arme, ſo hebe es doch mit Glauben und Liebe
aus dem Worte heraus und ſchließ es in dein Herz ein; denn
es kann und wird deine Seele ſelig machen. Mel. 38. Noch wallen wir im Thränenthal. Oder: Kommt her zu mir.
1. Wohl auf, mein Herz, verlaß die Welt, dem, der für dich ſich dargeſtellt, nun dich auch darzuſtellen! Er iſt das Licht, drum ſei gewiß: er wird auch deine Finſterniß durch ſeinen Glanz erhellen.
2. Auch du ſollſt ihm ſein Tempel ſein; er ſelbſt macht dich von Sünden rein und hat hier Luſt zu wohnen. Doch finſtres Herz, auf! werde Licht! denn Jeſus wohnt in Herzen nicht, die noch der Lüſte ſchonen.
3. Was nur dem Fleiſche wohlgefällt, das opfre die verkehrte Welt dem Satan, ihrem Gotte. Sie erndtet Schaden blos für Müh'. Für ihren Sündendienſt wird ſie einſt ewiglich zu Spotte.
4. Doch wer begehret Gottes Sohn, vom Geiſt erweckt, wie Simeon, zu ſeinem Heil zu haben, Gott fürchtet, ſich der Welt ent⸗ wöhnt, aus ihr ſich nach dem Himmel ſehnt, der opfert rechte Gaben.
5. Wer auf das Wort der Wahrheit baut, im Glauben nur auf Jeſum ſchaut, der kann im Frieden fahren. Der Heiland hält, was
er verſaſht„er wird ſich ihm in ſeinem Licht ſelbſt herrlich offen⸗ baren.
6. Herr, mache mich gerecht und rein! Herr, laß mich ſtets voll Glaubens ſein, laß ſtets im Geiſt mich leben! bis du auch mich, wenn
dir's gefällt, in Friede wirſt aus dieſer Welt in deine Wonn' erheben. * L. Laurenti.
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