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Etwas vom Liede Mosis, des Knechts Gottes, und dem Liede des Lammes, Das ist: Alt- und neuer Brüder-Gesang von den Tagen Henochs bisher : für alle Kinder und Seelen Gottes mit einfältigem Auge gesammlet und zu verständigem Gebrauch überlassen
Entstehung
Seite
397
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im ſtebzehnden Seculo.

Ich bring dir zum opfer dar leib und ſeel, auf dein'n altar. O du allergroͤßſte Liebe, wenn doch nichts zuruͤcke bliebe!

Alſo wird es wohl ge⸗ ſchehn, was du, HErr! ſo gern geſehn. Alſo werd ich noch auf erden GOtt ein liebes opfer werden.

632.

Die ſeele Chriſti heilge mich, ſein Geiſt verſiegle mich mit ſich! ſein Leichnam, der fuͤr mich verwundt, der mach mir leib und ſeel ge⸗ ſund!

Das waſſer, welches auf den ſtoß des ſpeers aus ſei⸗ ner ſeiten floß, das ſey mein bad; und all ſein blut er⸗ quicke mir herz, ſinn und muth.

Der ſchweiß von ſeinem angeſicht, laͤßt mich nicht kommen ins gericht: ſein ganzes leiden, creutz und pein das muͤſſe meine ſtaͤrke ſeyn.

O JEſu Chriſt! erhoͤre mich, nimm und verbirg mich ganz in dich, ſchließ mich in deine wunden ein, daß ich vorm feind kan ſicher

n.

Ruͤck mich aus aller mei⸗ ner noth, und ſetz mich neben dich, mein GOtt! daß ich mit deinen heilgen all'n moͤg' ewiglich dein lob erſchal'n.

373 ³½* * 633. ch will dich lieben, meine J Staͤrke! ich will dich lieben, meine Zier! ich will dich lieben mit dem werke und immerwaͤhrender be⸗ gier: ich will dich lieben, ſchonſtes Licht! bis mir das herze brich.

Ich will dich lieben, o mein Leben! als meinen al⸗ lerliebſten Freund; ich will dich lieben und erheben, ſo lange mich dein glanz be⸗ ſcheint: ich will dich lieben, GOttes⸗Lamm! als meinen Braͤutigan..

Ach daß ich dich ſo ſpaͤt erkennet, du hochgelobte Schoͤnheit du! und dich nicht eher mein genennet, du hoͤchſtes Gut und wahre Ruh! es iſt mir leid, ich bin

betrübt, daß ich ſo ſpaͤt ge⸗ liebt.

Ich danke dir, du wahle Sonne! daß mir dein glanz hat licht gebracht: ich dan⸗ ke dir, du Himmels⸗Wonne! daß du mich froh und frey gemacht: ich danke dir, du ſuͤſſer Mund! daß du mich machſt geſund.

Gieb meinen augen ſuͤſſe thraͤnen, gieb meinem her⸗ zen keuſche brunſt; laß mei⸗ ne ſeele ſich gewoͤhnen zu üben in der liebe kunſt: laß meinen geiſt, ſinn und ver⸗ ſtand, ſeyn ſtets zu dir ge⸗ wandt!