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Neues Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in den Hochfürstl.- Hessen-Casselischen Landen
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Erſte Abtheilung:

hen? Kein ſterblich auge reicht Bis zu den lichtes hoͤ⸗ hen, Von welchen du mit huld Auf deine ſchoͤpfung blickſt, Und alles, was da lebt, Eifreueſt und begluͤckſt. 6. Ja, hier erkennen wir

Dich nur ſehr unvollkom⸗

men; Wird aber dermaleinſt Der vorhang weggenom⸗ men, Der dich, unenblicher, Noch unſerm blick ver⸗ ſchließt: Dann ſehn wir hel⸗ ler ein, gott, biſt. 7. Jndeß ſey auch ſchon zent Dein ruhm von nus beſun⸗ en. Verſchmaͤhe nicht ein ob Von aͤußerſt ſchwachen zungen! Dort ſoll, wann wir dereinſt In hellerm licht dich ſehn, Auch ſtaͤrker unſer lied Dich, großer gott, er⸗ hoͤhn.

Mel. Sey lob und ehr dem ꝛe.

Jer herr iſt gott und 2. D keiner mehr: Froh⸗ lockt ihm, alle frommen!

Wer iſt ihm gleich? wer iſt

wie er, So herrlich, ſo voll⸗

kommen? Der herr iſt groß!

ſein nam iſt groß! Er ist un;

endlich, grenzenlos In ſei⸗ nem ganzen weſen.

2. Er iſt und bleibet, wie

er iſt! Wer ſtrebet nicht ver⸗ gebens,

Wie hertlich du,

Ihn aus zuſprechen? wer if t Die dauer ſeines lebens? Wir menſchen ſind von geſtern her; Eh noch die

erde war, war er, Noch eher, als bie himmel.

3. Des ewgen thron um⸗ giebt ein licht, Das ihn

vor uns verhͤllet. Ihn faſ⸗

ſen alle himmel nicht, Die ſeine kraft erfuͤllet! Er blei⸗ bet ewig, wie er war, Ver⸗ borgen und auch offenbar In ſeiner werke wundern.

4. Wir ſind allein durch ſeine kraft Das, was wir find und werden! Er kenned alles, was er ſchafft, Im himmel und auf erden. Bey ihm iſt weisheit und ver⸗ and, Und kraft und ſtaͤrke; ſeine hand Umſpannet erd und himmel.

5. Iſt 5 nah? iſt er nicht fer

aller wege? Wo iſt die nacht,

da ſich dem herrn Ein menſch

verbergen moͤge? Umſonſt huͤllt ihr in finſterniß Was ihr beginnt; er ſiehts gewiß, Er ſieht es ſchon von ferne. 6. Wer ſchuͤtzt den welt⸗ bau ohne dich, O herr, vor ſeinem falle? Allgegenwaͤr⸗ tig breitet ſich Dein aufſehn uͤber alle! Du biſt volk freundlichkeit, voll huld, Barmherzig, gnaͤdig, voll eduld, Ein vater, ein ver⸗ choner! 7. Unſtraͤflich biſt du, hei⸗ lig, gut, Und reiner, als die ſonne. Wohl dem, der deinen willen thut; Denn

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