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höhnet, du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket.
3. Was ist doch wohl die Ursach 1 Plagen? Ach, meine nden haben dich geschl agen g ich, o Herr Jesu, habe dieß verschuldet was du erduldet!
4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte.
5. O große Lieb, o Lieb ohne alle Maße, die dich gebracht auf diese Marter- straße; ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden.
6. Ach, großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Kein Menschenherz vermag es auszudenken, was dir zu schenken.
7. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, wo— mit doch dein Erbarmen zu vergleichen; wie kann ich dir denn deine Liebesthaten im Werk erstatten?
8. Doch ist noch etwas, das dir angenehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neue nicht mein Herz ent zünden mit alten Sünden.
Passi
on.
9. Weil aber es nicht steht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten fü ühre.
10. Dann werd ich dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz mehr achten, keine Schmach und Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen.
11. Dieß alles, obs für schlecht 11 ist zu schätzen, wirst du es doch nicht gar bei Seite 1 1 in Gnaden wirst du dieß von mir an nehmen, mich nicht beschämen.
12. Wenn dort, Herr
esu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen.
J. Heermann, 1 1647
Mel. Wie nach einer Wasserquelle ꝛc. (Freu dich sehr, o meine Seele.)
6 1 Der am Kreuz ist 0 meine Liebe, meine Lieb ist Jesus Christ! Weg, ihr argen Sündentriebe, Welt und Fleisch mit eurer List! Euke Lieb ist nicht von Gott, eure Lieb ist gar der Tod. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe.


