Paf 3. O Lamm Gottes un schuldig, am Stamm des Kreuzes geschlachtet, allzeit erfunden geduldig, wiewohl du warest verachtet; all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen; gib deinen Frieden, o Jesu!
N. v. Hof, f 1541.
Mel. Wie nach einer Wasserquelle ꝛc (Freu dich sehr, o meine Seele 2 Fesu, deine tiefen
59 N Wunden, deine Qual und bittrer Tod geben mir zu allen Stunden Trost in Leibs⸗ und Seelennoth; fällt mir etwas Arges ein, denk ich bald an deine Pein, die verleidet meinem Herzen, mit der Sünde je zu scherzen.
2. Will sich dann in Lüsten weiden mein ver⸗ derbtes Fle eisch und Blut,
so gedenk ich an dein Leiden, bald wird alles wieder gut.
Setzet der Versucher mir heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnaden⸗ zeichen: bald muß er von dannen weichen.
3. Will die Welt mein Herz verführen auf die breite Sündenbahn, wo so viele sich verlieren, alsdann schau ich emsig an deiner Marter Centnerlast, die du ausge⸗ standen hast; so kann ich in Andacht bleiben, alle böse Lust vertreiben.
sion. 35 4. Ja, für alles, das mich kränket, mir dein Leiden Hilfe schafft; wenn mein Herz hinein sich senket,(schöpf ich neue Lebenskraft. Deines Trostes Süßigkeit wendet
mir das bittre Leid, der du mir das Heil erworben, da du bist für mich gestorben.
5. Auf dich setz ich all mein Hoffen, du bist meine Zuversicht; dein Tod hat den Tod getroffen, daß er mich kann tödten nicht. Daß ich an dir habe Theil, bringet Trost mir, Schutz und Heil; deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben.
6. Hab ich dich in meinem Herzen, du Brunn aller Gütigkeit, so empfind ich keine Schmerzen auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, kein Feind kann verletzen mich; wer vertraut auf deine Wunden, der hat selig über⸗
wunden. J. Heermann, T 1647.
erzliebster Jesu,
77 60 H was hast du verbrochen, daß man ein solch scharf Urtheil hat ge⸗ sprochen? Was ist die Schuld? In was für Misse⸗ thaten 80 du gerathen? 2. Du wirst gegeißelt und mit D orn gekrönet, ins Aateßse t geschlagen und ver⸗ höhnet,


