Druckschrift 
Gesangbuch für die Evangelische Kirche im Großherzogtum Hessen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Jahreswechsel.

Singen, Lesen, ach, das ist so träg und todt. Heilig! Heilig Heiliger! Großer

Seraphinen⸗Herr! Wehe mirl u muß vergehen: denn wer kann vor dir bestehen?

3. Aber du bist auch sanft⸗ müthig. o getreues Vater⸗ herz! In dem Bürgen bist du gütig, der gefühlt des Todes Schmerz. Steh ich nicht in deiner Hand einge zeichnet als ein Pfand, das du ewig willst bewahren

or des bösen Feindes Schaa⸗ en?

4. Auf, mein Herz, gib

dich nun wieder ganz dem

Friedensfürsten dar! Opfre dem des Dankes Lieder, wel⸗ cher krönet Tag und Jahr. Fang ein neues Leben an das zum Ziel dich führen kann, wo du durch ein selig Sterben wirst die Himmels⸗ kron ererben.

5. Soll ich Hütten mich ein Zeit lang plagen noch, so wirst du mich überschütten mit Ge⸗ duld, das weiß ich doch. Trag auf deinem Herzen mic ich, Jesu Christe, dir will ich heut von neuem mich ver- schreiben, dir auf ewig treu zu bleiben.

6. An dem Abend und dem Morgen, Gott, mein Rath, besuche mich; laß der Heiden Nahrungssorgen nim⸗ mer scheiden mich und dich;

denn in dieser

29

prüf mich jeden Augenblick, gib, daß ich 5 Haus be⸗ schick, daß ich wache, bet und flehe, ehe denn ich sch nell vergehe. J. Neander, 1 1680. Mel. Herzlich thut mich verlangen ꝛc. (Befiehl du deine Wege.)

5 urch Trauern und 50 durch Plagen, durch Noth, durch Angst und Pein 8 Hoffnung und durch Klagen, durch Sorgen groß und klein bin ich, Gott Lob, gedrungen; dieß Jahr ist nun dahin; dir, Gott, sei Lob gesungenf Bewegt ist Herz und Sinn.

2. Der du mich hast er⸗

bauet, in dir besteht mein Heil; dir ist mein Glück ver⸗

trauet, du bist t und bleibst mein Theil. Du hast mich wohl erhalten, du bist mein

Trost und Hort; dich laß ich ferner walten; Herr, führ mich fort und fort.

3. Mein Gott, o meine Liebe, was du willst, will auch ich; gib, daß ich nichts verübe, was irgend wider dich; dir ist mein Will ergeben, ja, er ist nicht mehr mein, dieweil mein ganzes Leben dein Eigen wünscht zu sein.

4. Nach dir soll ich mich schicken, und, Herr, ich wills auch thun. Soll mich die Armuth drücken? Ich will dabei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen? 9

err,