Mel. O, daß ich tausend Zungen ꝛc (Wer nur den lieben Gott, Nr. 2.) 38 ies ist die Nacht,
da mir erschienen des großen Gottes Freund— lichkeit. Das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkell lheit, und dieses Welt⸗ und Himmels⸗ licht weicht hunderttausend Sonnen nicht.
2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Todes Nacht.
3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit. Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen dereinst am Ende dieser Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles sein.
4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens- und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein.
5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weihnachts⸗ wonne und lehre mich die
Weihnachten.
Weihnachtskunst, wie ich im Lichte 1 e soll und sei des Weihnachtsglanzes voll.
K. 5 Nachtenhoͤfer,
7 1685.
Mel. Lobe den 1 5 den ꝛc
39 Jauchzet, ihr Himmel, Ifrol ode ih Engel,
in Chören! Singet dem
1 dem Menschen, zu doch lich
Heiland der hren! 8 da, Gott will so fre
und nah zu den V 2 8 lornen sich kehren.
2. Jauchzet, ihr Himmel, froh locket, ihr Enden der Erden Got t und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden!
3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste ge— neiget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Sie wird ein Kind, träget und tilget die Sünd; alles anbetet und schweiget.
4. Gott ist im Fleische wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, eins mit dem Fir ide zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen.
5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herze voll Liebe mir


