Die drei göttlichen Tugenden.
die Jungfrau Maria, die Freuden des ewigen Lebens empfangen. Durch denselben Christus unsern Herrn. Amen.
NB. Benedict XIII. verlieh auf ewige Zeiten jedesmal 100 Tage Ablaß, so oft man beim Glockenzeichen Morgens, Mittags oder Abends das obige Gebet: „Der Engel des Herrn“ knieend, am Samstag Abend und am Sonntage stehend verrichtet; ferner einen vollkommenen Ablaß an einem beliebigen Tage des Monats, wenn man dieses Gebet einen Monat lang, wenigstens ein Mal jeden Tag, andächtig betet, und an obigem Tage beichtet, communicirt und für die Einigkeit der christlichen Fürsten, die Ausrottung der Ketzereien und die Erhöhung der Kirche betet.(Breve vom 14. Sept. 1724.)— Vom Samstag Abend vor Ostern bis zum Samstag Abend vor dem Dreifaltigkeitsfest aber müssen Jene, welche dies können, die Antiphon:„Freu' dich, du Himmels⸗
königin“ stehend beten.(Benediet XIV. am 20. April 1742.)— Wer das Läuten nicht hören kann, betet diesen Gruß ungefähr um die Zeit des Glocken⸗ zeichens.(Pius VI. am 28. März 1781.)— Diese Ablässe können auch wäh
rend des Jubiläums gewonnen werden.(Benedict XIII. am 10. Januar 1725.) Aufopferung an Maria.
O meine Gebieterin, o meine Mutter! ich opfere mich dir ganz und gar, und um dir meine Ergebenheit zu beweisen, widme ich dir heute meine. meine Ohren, meinen Mund, mein Herz, und alles, was ich bin. Da ich also dein eigen bin, o gütige Mutter, so bewahre und beschütze 1 als dein Eigenthum und dein Besitzthum.(Pius IX. ver⸗ lieh am 5. August 1851 100 Tage Ablaß, für einmal des Tages zu gewinnen, wenn man diese Aufopferung Morgens und Abends nach dem Gebete des Angelus Dommi[Engel des Herrn] andächtig und reumü⸗ thig betet.)
Die drei göttlichen Tugenden.
Glaube. O mein Gott und Herr! ich glaube fest, daß Du ein einziger, wahrer Gott bist in drei Personen: Gott Vater, Gott Sohn, Gott heiliger Geist; daß Du bist der Erschaffer Himmels und der Erde, ein Belohner des Guten und Bestrafer des Bösen; daß Dein geliebter geworden und für alle Menschen am Kreuze ge⸗
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Sohn für uns Mensch storben ist; daß unsere Seele unsterblich, und Deine Gnade zur Selig⸗ keit nothwendig ist. Dieses und alles, was die katholische Kirche uns vorstellt zu glauben, glaube ich fest, weil Du solches alles geoffenbaret hast, der Du nicht lügen kannst, weil Du bist die unfehlbare Wahrheit, auch nicht kannst betrogen werden, weil Du bist die ewige Weisheit.— In diesem Glauben will ich leben und sterben. O Herr, vermehre meinen Glauben!
Hoffnung. O mein Gott und Herr! ich hoffe durch die Verdienste Jesu Christi, vermittels meiner eigenen Mitwirkung, Verzeihung meiner Sünden, Deine Gnade und endlich die ewige Seligkeit, weil Du solches alles versprochen hast, der Du in Deinem Versprechen der Getreueste


