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Gesangbuch für die Evangelisch-reformirte Kirche der deutschen Schweiz
Entstehung
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328.

Lieder über Tod und Grab.

383

8.

Es wird nicht lang mehr währen, Harrt noch ein wenig aus! Es wird nicht lang mehr währen, So kommen wir nach Haus. Wenn, ewiglich zu ruhn

Mit allen seinen Frommen, Wir heim zum Vater kommen, Wie wohl, wie wohl wird's thun! Drauf wollen wir's denn wagen, Es ist wohl Wagens werth, Und gründlich dem absagen, Was aufhält und beschwert.

328.

1. Meine Lebenszeit verstreicht,

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Stündlich eil' ich zu dem Grabe, Und was ist's, das ich vielleicht Noch allhier zu leben habe?

Denk', o Mensch, an deinen Tod! Säume nicht! Denn Eins ist noth.

Lebe, wie du einst im Tod Wünschen wirst, gelebt zu haben! Güter, wie die Welt sie bot, Würden, die dir Menschen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreun; Diese Güter sind nicht dein.

3. Nur ein Herz, das Gutes liebt,

Nur ein ruhiges Gewissen, Das vor Gott dir Zeugniß gibt, Wird dir deinen Tod versüßen. Dieses Herz, von Gott erneut, Gibt im Tode Freudigkeit.

4. Wenn in deiner letzten Noth

Freunde hilflos um dich beben, Dann wird über Welt und Tod Dich dieß reine Herz erheben;

10.

5. Da

O

7

6.

Welt, du bist uns zu klein! Wir geh hn durch Jesu Leiten Hin in die Ewigkeiten;

Er soll uns Alles sein!

O Freund, den wir erlesen, O allvergnügend Gut,

O ewig bleibend Wesen, Wie reizest du den Muth! Wir freuen uns in dir,

Du unsre Wonn' und Leben, Worin wir ewig schweben, Du unsre ganze Zier!

Gerh. Tersteegen.

Mel. 167: Gott ist unsre Zuversicht.

Dann erschreckt dich kein Gericht: Gott ist deine Zuversicht. ß du dieses Herz erwirbst, Fürchte Gott und bet' und wache! Sorge nicht, wie früh du stirbst! Deine Zeit ist Gottes Sache. Lern' nicht nur den Tod nicht scheun, Lern' auch seiner dich erfreun! Ueberwind' ihn durch Vertraun, Sprich: Ich weiß, an wen ich glaube, Und ich weiß, ich werd' ihn schaun; Denn er weckt mich aus dem Staube. Er, der rief: Es ist vollbracht! Nahm dem Tode seine Macht. Tritt im Geist zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein versenken! Sprich: Herr, daß ich Erde bin, Lehre du mich selbst bedenken! Lehre du mich's jeden Tag, Daß ich weiser werden mag!

Christ. F. Gellert.