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Gesangbuch für die Evangelisch-reformirte Kirche der deutschen Schweiz
Entstehung
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297. 351

296.

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Mel. 34: Ach Gott, verlaß mich nicht.

„Hinab geht Christi Weg; und du und dein Beginnen 90 0 0 0

Willst aus vermeßnem Stolz bis an des Himmels Zinnen?

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Steigst ungenügsam auf? Dein Heiland stieg herab! Wer mit ihm aufwärts will, muß erst mit ihm hinab!

2. Darum, mein Sinn, hinab, verlerne nur dein Steigen! Was leicht ist, hebt sich schnell; was schwer ist, muß sich beugen. Die Quelle, die sich senkt, vermehret ihre Hab'

Und wird zuletzt zum Strom.

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Darum, mein Sinn, hinab!

„Hinab, mein Aug', hinab! Gott selber schaut herniede

Vom Thron aufs Niedrige; der Stolz ist ihm zuwider. Je höher hier ein Aug', je näher ist's dem Grab Und sinkt in Todesnacht. Darum, mein Aug', hinab!

4. Hinab, ihr Händ', hinab! Hier stehen arme Brüder: Neigt euch zur Niedrigkeit und labet Christi Glieder. Greift nicht in hohe Luft nach Ruhm und stolzer Hab'! Christ that den Aermsten wohl. Darum, ihr Händ', hinab!

„Hinab, mein Herz, hinab, so wird Gott in dir wohnen;

Die Demuth lohnet er mit goldnen Himmelskronen.

N

Im Demuthsthale liegt des heil'gen Geistes Gab';

O wohl dem, der sie sucht! Darum, mein Herz, hinab!

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297.

J. O Durchbrecher aller Bande, Der du immer bei uns bist, Und bei welchem Spott und

Schande Lauter Lust und Himmel ist: Uebe ferner dein Gerichte Wider unsern Adamssinn, Bis dein treues Angesichte Uns führt aus dem Kerker hin.

Hinab auch du, mein Leib! Du bist gemacht aus Erden; urch Demuth sollst auch du im Geist verkläret werden.

O Gott, bereite mich zum Himmel und zum Grab!

Ich sehne mich hinauf, ich sehne mich hinab!

Andr. Ingolstetter.

Mel. 123: O du Liebe meiner Liebe.

2. Ist's doch deines Vaters Wille, Daß du endest dieses Werk; Hiezu wohnt in dir die Fülle Aller Weisheit, Lieb' und Stärk', Daß du nichts von dem ver⸗

lierest, Was er dir geschenket hat, Und es von dem Treiben führest Zu der süßen Ruhestatt.