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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Provinz Schleswig-Holstein
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r w 0 t werden, daß man's für f zur Seligkeit, und es daf ten, wenn sie dieselben ohne der ander agt, daß das Weib S

von den Pfingsten und dergleichen F 1d 2 es dafür achten, daß die Ordnung vom Sonntag als nötig aufgerichtet sei, die irren sehr Denn d Schrift hat den Sabbath abgethan und lehret, daß alle Zere⸗ monien des alten Gesetzes nach Eröffnung des Evangeliums mögen nachgelassen werden und dennoch, weil vo nöten gewesen ist einen gewissen Tag zu verordnen, auf daß das Volk wüßte, wann es zusammenkommen sollte, hat die christliche Kirche den Sonntag dazu verordnet und zu dieser Veränderung desto mehr Gefallen und Willen gehabt, damit die Leute ein Exempel hätten der christlichen Freiheit, daß man wüßte, daß weder die Haltung des Sabbaths noch eines andern Tags vonnöten sei.

Es sind viel unrichtige Disputationen von der Verwand⸗; lung des Gesetzes, von den f ts

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emonien des neuen Testar von der Veränderung des Sabbaths, welche alle entsprungen sind aus falscher und irriger Meinung, als müßte man in der Chri⸗ stenheit einen solchen Gottesdienst haben, der dem levitischen oder jüdischen Gottesdienst gemäß wäre, und als sollte Christus den Aposteln und Bischöfen befohlen haben neue Zeremonie: erdenken, die zur Seligkeit nötig wären. Dieselben Irr haben sich in die Christenheit eingeflochten, da man die Gerech⸗ tigkeit des Glaubens nicht lauter und rein gelehret und ge⸗ ediget hat. Etliche disputieren also vom Sonntag, daß man n halten wiewohl nicht aus göttlichen Rechten; stellen Form und Maß, wie fern man am Feiertag arbeiten mag. Was sind aber solche Disputationes anders, denn Fallstricke des Ge⸗ wissens? Denn wiewohl sie sich unterstehen menschliche Satzun⸗ gen zu lindern(und epiicieren), so kann man doch keine Srlelxetav oder Linderung treffen, solang die Meinung stehet und bleibet, als sollten sie vonnöten sein. Nun muß dieselbige Meinung bleiben, wenn man nichts weiß von der Gerechtigkeit des Glau⸗ bens und von der christlichen Freiheit.

Die Apostel haben geheißen, man soll sich enthalten des Bluts und Erstickten. Wer hält's aber jetzo? Aber dennoch thun die keine Sünde, die es nicht halten; deun die Apostel haben auch selbst die vissen nicht wollen beschweren mit solcher Knechtschaft, sondern haben's um Argernis willen eine Zeitlang 10²⁷