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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Provinz Schleswig-Holstein
Entstehung
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Sonntagslieder.

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Ta⸗ges Glanz ist tot;

.

noch nicht ein, geh,

2. O Gott, du großer Herr der Welt, den niemand sehen kann, du siehst auf mich vom Himmelszelt, auch mein Seufzen an.

3. Der Tag, den ich nun⸗ mehr vollbracht, der war besonders dein; drum hätt' er auch bis in die Nacht dir sollen heilig sein.

4. Vielleicht ist dieses nicht gesch hn; denn ich bin Fleisch und Blut und pfleg' öfters zu versehn, gleich der Wille gut.

5. Nun such' ich deinen Gnadenthron, sieh meine Schuld nicht an und denke,

daß dein lieber Sohn für mich genug gethan.

6. Schreib, was dein Wort uns heut gelehrt, in

unsre Herzen ein und lasse

hör

re⸗ de erst mit Gott. die, so es gehört, dir auch gehorsam sein.

7. Erhalt uns ferner noch dein Wort und thu uns immer wohl, damit man stets an diesem Ort dir diene, wie man soll.

8. Jetzt, Vater, such' ich meine Ruh'; du aber steh mir bei und gieb mir dei⸗ nen Engel zu, daß er mein

Wächter sei.

es wenn

9. Wofern es dir, mein Gott, gefällt, so hilf mir morgen auf, daß ich noch ferner in der Welt voll⸗ bringe meinen Lauf.

10. Und endlich führe, wenn es Zeit, mich in den Himmel ein; da wird in dei⸗ ner Herrlichkeit mein Sab⸗ bath ewig sein.

Kaspar Neumann.