St. Matthäi.
Cap. 5. 6.
sollst aber dem Herrn deine Eide halten.
34. Ich aber sage euch: Ihr follet ganz und gar nicht schwören, weder bei dem Himmel, denn er ist der Th on Gottes;
35. noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße; noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs.
36. Auch sollst du nicht bei deinem Haupte schwören, denn du vermagst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen.
37. Es sei aber eure Rede: Ja,
ja! Nein, nein! Was darüber ist, Habet Acht, daß ihr euer Almo
das ist vom Bösen.
33. Jhr habet gehört, daß gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zabn.
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die euch lieben, was habet ihr für einen Lohn? Thun nicht eben das auch die Zöllner?
47. Und wenn ihr allein eure Brüder grüßet, was thut ihr Vortreffliches? Thun nicht auch die Zöllner also?
48. Darum sollet ihr vollkommen sein, gleich wie euer Bater in den Himmeln vollkommen ist.
sen nicht vor den Leuten gebet, um von ihnen gesehen zu werden; wo nicht, so habet ihr keinen Lohn bei euerm Bater, der in den Himmeln ist.
39. Ich aber fage euch, ihr sollet dem Bösen nicht widerstehen; son- 2. Darum, wenn du Almosen dern wenn dir Jemand einen gibst, sollst du nicht vor dir posauStreich geben wird auf deinen nen lassen, wie die Heuchler in rechten Backen, so biete ihm auch den Versammlungen und auf den den andern dar; Gassen thun, auf daß sie von den 40. und dem, der mit dir rech- Leuten gepriesen werden. Wahrten, und deinen Rock nehmen will, lich ich sage euch, sie haben ihren dem laß auch den Mantel; 41. und wenn dich Jemand auf eine Meile zwingen wird, so gehe zwei mit ihm.
Lohn dahin.
42. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der von dir entlehnen will.
43. Ihr habet gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
44. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, thut Gutes denen, die euch bassen, und bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen;
45. auf daß ihr Kinder seid eures Baters im Himmel. Denn er läßt feine Sonne aufgehen über Böse und Gute, und regnet über Gerechte und Ungerechte.
Das VI. Capitel.
1. Vom Almosengeben, 2. Beten, 3. Fasten 4 Warnung vor Habsucht und 5. vor heidnischem Sorgen.
3. Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte thut,
4. auf daß dein Almosen im Verborgnen sei. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, er wird es dir öffentlich vergelten.
II. 5. Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie beten gern in den Versammlungen und wenn sie an den Ecken der Gassen stehen, auf daß sie vor den Leuten scheinen. Wahrlich ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
6. Du aber, wenn du betest, so gehe hinein in dein Kämmerlein, und schließe deine Thüre zu, und bete zu deinem Vater im
46. Denn wenn ihr die liebet, Verborgenen; und dein Vater,


