VIII
obwogen
Zur vierten Auflage.
Das viertemal erscheinen die Kirchengesänge verbessert und mit einem reichen Anhange von lateinischen und deuts schen vierstimmigen Gesängen versehen. Die Beigabe der lateinischen Gesänge, die gewöhnlich gesungen werden, dient zur Bequemlichkeit, um gleich Alles bei der Handzu haben. Die reiche Auswahl der deutschen Lieder erhöht die Luft zum Gesange. Auch für außergewöhnliche Feste: zur Glocken, zur Orgelweiße findet man hier Gesänge. Mehrere dieser Gesänge erscheinen in zwei Bearbeitungen, nämlich im gemischten und im Männer- Chor, und dies nur deßwegen, weil sich in vielen Gemeinden MännerChöre bilden. Es ist gar nicht gleichgültig, welchen Chor man singt, sondern ein gemischter Chor wird von Knaben, Mädchen und Männern gesungen und mit Soprano, Alto Tenore und Basso bezeichnet. Die Knaben-, Mädchen- und Frauenstimmen tönen um eine Oktave höher als die Männerstimmen, und hierin liegt der große Unterschied im Gesange..
Die Männerstimmen tönen alle gleich), darum verlangen sie auch einen andern Saß und werden mit Tenore primo, Tenore secondo, Basso primo und Basso secondo bezeichnet. Häufig verwechselt man diese beiden Sagarten und singt einen gemischten Chor mit Männerstimmen, oder einen Männerchor mit gemischten Stimmen; das gibt eine schlechte Harmonie und einen schlechten Gesang.
Diese zwei Gesangsarten sind deutlich angezeigt und genau zu beobachten. 3. B. Nr. 38, Seite 81,« Lied zu Ehren der hl. Cäcilia», ist mit Soprano, Alto, Tenore und Basso bezeichnet und wird vom gemischten Chor gesungen. Das nämliche Lied, Seite 84, ist mit Tenore primo, Tenore


