Abendgebeth am Beichttage.
Besonders an dem heutigen Tage erfahren! Unwürdig deiner Liebe, nabte ich mich doch mit frommen Hoffnungen deinem Richterstuht, und Du erfülltest fie; ich flehte um deine Huld und Nachsicht und Gnade, und du erhörtest mein Flehen, erließest mir meine Schuld, und nahmst mich in die Reihe deiner Kinder auf! Was bin ich, o Herr, daß du dich meiner so våterlich ane nimmst! Wo finde ich Ausdrücke, die würdig und edel genug wåren, deine grenzenlose Gute zu preifen, und die für den großen Beweis von Barmherzigkeit zu danken, den ich abermals von dir erhalten habe? O nimm ihn in Gnaden an, dent fchwachen Dank, den ich dir stammle, und siehe daben nicht auf das Opfer, sondern auf das Herze womit ich dir es bringe. Mit ewiger Liebe und Treue hånge dieses Herz an dir; dem Wahren und Guten fen es ganz geweiht, und nie werde es entHeiligt durch niedrige Luft und Sündendienst.
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Ja, der Tugend und Frömmigkeit sen mein ganzes Leben heilig, und treue Erfüllung aller meiner Pflichten hienieden der Gegenstand meines eifrigsten Strebens. Mit jedem Tage verständiger, weifer, beffer, gewissenhafter, dir, Allheiliger, und deinem großen Sohne ähnlicher zu werden das habe ich dir gelobt; du haft meinen Schwut bernommen, und ihn zu halten, sen mir allezeit die
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