Fromme
Betrachtung nach der Beichte.
Abendgebeth am Beichttage. So habe ich sie denn aus dem Munde des Dieners deines Wortes, Algütiger, vernommen, die trostvolle Versicherung, daß mir meine bisherigen Fehltritte und Sünden von dir vergeben sind. Du haft Nachsicht bewiefen mit meiner Schwäche, du hast das Gelübde der Besserung dir huldreich gefallen lassen, und mich wieder angenommen zu deinem Kinde, o Gott! Welch' eine drückende Last ist dadurch von meinem Herzen gewichen; wie sehr fühle ich mich erleichtert und erquickt; wie ist es auf Ein Mal so heiter um meine Seele, so still und ruhig in meinem Gemüthe geworden! Welt und Leben sie erscheiz nen mir nun in einem helleren, freundlicheren zichte; denn Ruh' und Friede und sanfte Heiterkeit wohnen in meinem Innern, und wo sie walten, da waltet auch wahres, hohes Glück!
Alliebender! gerührt ist meine Seele, voll frommen Dankes gegen dich mein Herz! Grenzen= los ist deine Barmherzigkeit; das habe auch ich
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