Morgengebeth am Beichttage.
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Silen
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Reich des Wahren, Guten und Rechten zu erweitern, menschliches Elend zu vermindern, Unterdrückte zu schüßen, und die Summe wahrer Freuden und wahren Glücks auf Erden zu vermehren? Leitete mich bei meinem Verhalten gegen meine Gegner und Widerfacher immer der Geist der Liebe und der Versöhnlichkeit? oder war ich gegen meine Feinde bisweilen rachfüchtig und ungerecht? Ermüdete ich nicht in meiner wohlthåtigen Wirksamkeit, wenn sie mit Anstrengung, mit feindseligem Widerstand, mit schnödem Undank, mit Leiden und Aufopferungen verbunden war? War ich besonders denen, deren Wohl du in meine Hände gelegt, denen, die du durch heilige Bande näher mit mir verbunden hast, ganz das, was ich ihnen, deinem Willen gemäß, seyn sollte? Guchte ich ihnen das Leben zu erleichtern und angenehm zu machen, und durch Lehre und Beyspiel ihre Bildung und Beredlung zu befördern, und dadurch ihr innres Glück fester zu gründen? Benahm ich mich überhaupt in allen meinen Verhältnissen als ein Wesen, das mit dir verwandt, und durch Jefum fo theuer erlöst ist?
Allwissender! wie könnte ich es deinem allfes henden Auge verbergen noch manche, noch viele Mängel kleben mir an; noch bin ich nicht das, was ich seyn, noch bin ich von dem Ziele fern,
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