Morgengebeth am Beichttage.
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meiner Kräfte, nicht mit hinlänglichem und anbaftendem Eifer, nicht mit inniger Geelenfreudigkeit und fester, unerschütterlicher Treue!
MON
Ja, Allheiliger, ich fühle meine Schwach heit und Mangelhaftigkeit in ihrem ganzen Umfange, wenn ich einen tiefern Blick in mein Innerftes werfe, und mich vor deinem Angesichte ernst und strenge prüfe. Auch dann, wenn mein Wille auf das Gute gerichtet ist, und meine Bes ferung und Veredlung mir am Herzen liegt, muß ich bekennen, daß ich noch in vieler Hinsicht höchst unvollkommen und von dem Ziele noch weit entz fernt bin, das deine Hand mir vorgezeichnet hat. Ueberlasse ich mich mit aller Ruhe des Gemüthes dieser Betrachtung, so kann ich einer drückenden Unzufriedenheit mit mir selbst nicht entfliehen. Nad gen gerechte Vorwürfe des Gewiffens an meinem Herzen: o wie unglücklich fühle ich mich dann! welche Betrübniß erfüllt meine Seele, welche Reue ergreift mein Gemüth! Auch wenn ich mie keiner groben Verlegungen der Pflicht bewußt bin, schon das Gefühl kleinerer Mångel und Verirrungen, und der Gedanke, daß ich nicht ganz das bin, was ich seyn soll, sind dazu geeignet, mein u gee Innerstes mit Traurigkeit zu erfüllen, und meis nen Muth zu schwächen zu dir, o Heiligster, meinen Blick emporzurichten! Denn wie könnte


