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Gesangbuch für die protestantische Gesammt-Gemeinde des Königreichs Baiern : [nebst ] Auserlesene Beicht-, Kommmunion- und Konfirmations-Gebete
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Allgemeine Lobgesänge.

Erden; vor dir ist alles offens bar; du hießeft alles werden.

6 Du bist nicht fern, du bist um mich, ben allem, was ich thue; schirmst mich bey Tag, und schaffft, daß ich auch schla­fend sicher ruhe.

14. Herr, ohne deinen Wil. len fällt kein Sperling hier auf Erden; wie sollte, da dein Arm mich hält, mein Herz nicht ruhig werden?

10. Nichts, nichts, o herr, mein Gott, ist mein, das dir nicht angehöre. Mein Mund foll stets voll Lobes seyn, zu deines Namens Ehre.

11. O, wer kann aller Wun­der Pracht in deiner Schd pfung fassen? Der Wurm ver­kündigt deine Macht, du hast ihn werden lassen.

12. Der kleinste Halm auf unfrer Flur ift deiner Weis­heit Spiegel. Dein Loblied, Vater der Natur, find Auen, Thal und Hügel.

13. Du tränfst mit Regen unser Land, und gibst uns grü­ne Weiden. Empfangen wir von deiner Hand nicht Korn und Wein und Feuden?

15. Allmächtiger, bist du mein Schuß, so steh' ich vest in Stürmen. Jch biete selbst der Hölle Truß; denn du wirst mich beschirmen.

7. Du bist mir allenthalben nah'; wenn ich ans Meer ent­flöhe und selbst gen Himmel, bist du da, und folgst mir, wo ich gehe

Eigne Melodie.

8. Du hörst mein Seufzen, 35. Sollt ich meinem C

kennst mein Flehn und allen Rath der Seele, du hast mein Thun voraus gesehn, und weißt, wie oft ich fehle.

9. Herr, du bestimmtest, eh' ich war, wie lang ich leben soll te; und deine Liebe wog mir bar, was sie mir geben woll. te.

Gott nicht singen? Sollt ich ihm nicht dankbar seyn? Solls te nicht in allen Dingen seine Liebe mich erfreun? Isis doch nichts als lauter Liebe, daß sein treues Herz bewegt, das mit Vaterhånden trägt, die in feinem Dienst sich üben. Alle les währet seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.

2. Wie ein Adler sein Ge fieder über seine Jungen ftreckt, also hat auch meine Glieder, Gott, dein starker Urm bedeckt. Ja, noch eh' ich war geboren, hatte deine Liebe schon mich in deinem lieben Sohn sich zum Liebling auserkoren. Al­les währt nur kurze Zeit, Gots tes Lieb in Ewigkeit.

3. Für mich Armen, mich Verlornen, der ich Staub und Asche bin, gabst du ihn, den Eingebornen, in den herbsten Tod dahin. Wer muß hier nicht Liebe finden, deren Tiefe unser Geist, selbst wenn Gott uns Beystand leift, nimmer