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Schönburgisches Gesangbuch nebst beigefügtem Gebetbuche : auf hohen Befehl herausgegeben
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Morgenlieder.

ich, aus deiner Hand Geld, Gut 3. Laß die Nacht auch meiner und langes Leben, nicht Ehr' und Sünden jetzt mit dieser Nacht hohen Stand; denn dieses ist nur vergehn. O Herr Jesu! laß nichtig und lauter Eitelkeit, ver: mich finden deine Wunden of gånglich, schwach und flüchtig, fen stehn, da alleine Hülf' und und schwinder mit der Zeit. Rath ist für meine Missethat.

4. Ich bitte, mir zu schenken 4. Hilf, daß ich mit diesem ein fromm und teusches Herz, Morgen geistlich auferstehen das nimmermehr mag denken mag und für meine Seele fors auf luderlichen Scherz, das stets gen, daß, wenn nun dein großer mit Liebe flammet zu dir, Gott, Tag uns erscheint und dein Ges himmelan, und alle Lust vers richt, ich davor erschrecke nicht, dammet der lasterpollen Bahn 5. Führe mich, o Herr, und

5. Hernach laß mich gewin- leite meinen Gang nach deinem nen nach deiner großen Kraft Wort; sei und bleibe du auch Kunst, Weisheit, fluge Ein- heute mein Beschützer und mein nen, Verstand und Wissenschaft, Hort; nirgends als von dir als daß all mein Thun und Handel tein kann ich recht bewahret sein, dir mög' gefällig sein, laß vor 6. Meinen Leib und meine der Welt mein'n Wandet sein Seele, sammt den Sinnen und ohne falschen Schein, Verstand, großer Gott, ich dir

6. So wird von jenem allen, befehle unter deine starke Hand. Stand, Leben, Chr' und Geld Herr, mein Schild, mein' Ehr' auf meine Seite fallen, so viel und Ruhm! nimm mich auf, dir, Gott, gefällt. Man muß dein Eigenthum.

die Seel' erst schmücken, so 7, Deinen Engel zu mir sende, wirst du allgemach den Leib der des bösen Feindes Macht, auch wohl beglücken; Glück List und Anschlág' von mir wens folgt der Zugend nach. de und mich halt' in guter Acht; 18. Gott des Himmels und der auch endlich mich zur Ruh der Erden, Vater, trage nach dem Himmel zu. Sohn und heilger Geist, der es 8. Höre, Gott, was ich begehre, Tag und Nacht läßt werden, Vater, Sohn und heilger Geist; Sonn' und Mond uns scheinen meiner Bitt' mich, Herr, gewäh beißt, dessen starke Hand die re, der du selbst mich bitten heißt; Welt, und was drinnen ist, erhält, so will ich dich hier und dort 2, Gott, ich danke dir von Her- herzlich preisen fort und fort. zen, daß du mich in dieser Nacht

vor Gefahr, Angst, Noth und Morgenlied eines Kranken. Schmerzen haft behütet und be: Mel. Was Gott thut, das ist-

wacht, daß des bösen Feindes List 19. Herbei geseufzet iſt er da, nach langer Nacht

mein nicht mächtig worden ist.