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Gesangbuch für die protestantische Kirche des Königreichs Bayern
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Selbstprüfung vor der Beicht.

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Hab ich nichts gethan oder geredet, wodurch die Glückseligkeit irgend eines meiner Nebenmenschen gestört worden wäre?

Bin ich den Armen, so viel es seyn konnte, mit Wohlthaten zu Hülfe gekommen?

Habe ich die Betrübten gerne getröstet?

Habe ich keinen Menschen geschmäht und gelästert? Keinen mit Troß und feindseligen Geberden betrübt?

Habe ich meinen Zorn stets gemäßiget?

Nie eine unerlaubte Rachgierde im Herzen unterhalten?

War ich stets bereit, mich) mit meinem Feinde zu versöhnen?

Habe ich meinem Feinde auch Gutes gewünscht und Gutes gethan?

Habe ich nicht durch Unordnung im Essen und Trinken, durch hefs tigen Zorn, oder durch allzuviel Arbeit meiner Gesundheit geschadet und meinen Leib geschwächt?

Habe ich alle unzüchtige Gedanken und Begierden zu unterdrücken

gesucht?

Gab ich mir alle Mühe, meinen Leib und meine Seele rein und uns befleckt zu erhalten? how Juni

Habe ich meinem Ehegatten stets die gebührende Treue geleistet, demselben mit Liebe begegnet, und sein Wohl, wie mein eigenes, befördert? habe ich mich nie durch irgend eine ungerechtigkeit an dem Nächsten verfündiget?

Meinen Obern und Borgeseßten nie etwas veruntreut oder vernach)­

läffigt?

Meinen Untergebenen ihren gebührenden Lohn und ihre gebührende Kost nie versagt, oder geschmälert?

Nie auch den geringsten Betrug im Handel begangen?

Die Wohlfahrt, meines Nächsten, wie meine eigene, zu befördern

gesucht?

Habe ich auch das Meine weislich zu Rathe gehalten, und durch) Arbeit zu vermehren gesucht?

Wahrheit abgewichen?

War ich mit dem, was mein Gott mir gab, auch zufrieden? Bin ich nie auf eine unerlaubte Art von Habe ich nie zum Schaden des Nächsten eine Unwahrheit geredet? Nie gegen meine Borgeseßten die Wahrheit geläugnet?

Nie durch bösen Argwohn mich an dem nächsten verfündigt? Nie die Heimlichkeiten des Nächsten unbefugt und zu seinem Schaden entdeckt? Habe ich keinen Menschen je durch böse Nachreden betrübt? Nie etwa sogar vor Gericht ein falsch) Zeugniß gegeben?

War ich im Reden stets vorsichtig?

Habe ich nie nach den Gütern des Nächsten liftig getrachtet, sondern einem jeden das Seine gegönnt, und die Begierde nach irdischem Gute gemäßigt?

Habe ich nie durch Ehrgeiz und Hoffart mich verfündigt?

habe ich dir, o du treuer Heiland, der du dich für mich in den Edd gabft, für deine Liebe genugsam gedankt, meinen Leib und meine Seele dir wieder zum Opfer übergeben, mich in deiner Nachfolge geübt, dem Geist der Gnade nie muthwillig widerstrebt, und überhaupt den theuren Eid gez halten, den ich dir, o Gott, in der Taufe und auch nachher öfters feierlich gethan habe?

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