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Gesangbuch für die protestantische Kirche des Königreichs Bayern
Entstehung
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Allgemeine Lobgesänge.

2

Eigne Melodie.

er denkt: Du bist's, der auch sein

lenkt.

21. Der Herr ist Gott! Singt 3. Wie weiſe, groß und herrlich ist,

ihm ein Lied in seinem Heiligthume! Er, der vom Himmel auf euch sieht, erschuf euch, ihm zum Ruhme. Ion zu verchren, sevd ihr da; Gott, der von Ewigkeit euch sah, feunt Herzen und Gedanken. Der Herr ist heilig; er allein will aller Menschen Bater seyn, und jeder soll ihm danken.

Alherrscher, was dein Rath deschließt! Die Kronen sind in deiner Hand; dem Weisen gibst du den Verstand, dem Helden seinen Heldenmuth; dein Werk ist, was er Großes thut. Durch dich erringt ein Bolt den sleg; durch dich entfeucht der wilde Krieg, und Friede führt uns Ruh' und Glück, die Ord­nung und das Recht zurück!

2. Der Engel preist ihn, jauchzend neunt ihn uns das Heer der Sterne. 4. Das Feld belobnt auf dein Ge treuen Landmanns regen Der Mensch, der ihn nur schwach er beiß des kennt, ehrt ihn aus dunkler Ferne. Fleis; es blühet Kunst und Wissens 3hmiauchzen tief in Staub und Gruft, schaft, und Alles, Herr, durch deine auf weiter See, boch in der Luft, bez Kraft! Empor vom Staube flehen wit glückter Wesen Heere. Der Sonne voll froher Zuversicht zu dir; zu dir, strahlenreiche Pracht, das blasse Licht der uns im Himmet hört, und lieb: der stillen Nacht verkündigt Gottes reich unsre Freuden mehrt. Kein We sen ist vor dir zu klein; du willst sein milder Bater seyn.

Ebre.

3. Der Herr vergibe uns unfre Schuld, läst Gnade uns verkünden, 5. Bon deines Hohen Namens Ruým trägt unfre Schwachheit mit Geduid, erschalt auch jest dein Heiligthum. und tilget unsre Sünden. Er straft Wie wohl hast du an uns gethan! und er verschont zugleich; der Herr Nimm unsers Dankes Opfer an; und ist Gott, sein ist das Reich; er bört öffne deine Baterband auch ferner der Frommen Schnen. Er ségnet sie; wenn Unfall droht, erlöst er sie von Sorg' und Noth, und zähler ihre Thränen.

über unser Land! Laß jeden Stand gesegnet seyn, und fromm sich deines Segens freu'n! Dank tönt einst lau­ter noch, als hier, Gott, unser Dank hinauf zu dir! Amen.

4. Jauchzt, Bölker, jauchzt: Gelobt fey Gott! Preist ihn durch frobe Lie: der! Jauchzt, Berge, nach): Gelobt es wie

Eigne Melodie.

fer: Gelobt sev Gott! Boll Luft und 23. Dubist's, dem Ruhm und Ehre Dank soll unser hoher Lobgesang den gebühret, und Ruhm und Ehre bring' Herrlichen erheben! Der Frevler zittre! ich Dir. Du, Herr, bast sters mein Neuer Muth und frommer Andacht Schicksal regieret, und deine Hand heil'ge Gluth soll unser Herz beleben! war über mir!

2. Wenn Noth zu meiner Hütte sich nahte, so hörte Gott, der Herr, mein und gnädigen Rathe, mich nicht in meiner

Mel. HerrGott, dich loben wir zc. 22. Dich, Höchfter, preifen wir!

Herr Gott, wir danken dir! Dein Se: Noth vergeh'n. gen strömt durch deine Welt; und du 3. Ich sank in Schmerz und Kranks bist's, der auch uns erhält. D'rums beit darnieder, und rief: o Herr, er­freigt im hohen Jubelton auch unser rette mich! Da half mir Gott, der Lied zu deinem Thron! Unendlicher, mächtige, wieder, und mein Gemüth. wer ist, wie du? uns rufen alle Him: erfreute sich). mel zu: Der uns erschuf, ist groß! an Macht und Weisheit groß! Hald und Liebe groß! ist unermeßlich an groß!

4. Wenn mich der Haß des Fein: meinen Schmerz. des betrübte, Flagt ich Gott findlich Er half, daß ich nicht Rache verübte, und stärkte durch Geduld mein Herz.

2. Wie groß war deine Herrlichkeit schon vor dem Anbeginn der Seit! Doch wolltest du, und es geschah; zahtlose Welten standen da, und jede trat die weite Bahn, auf deinen Wink, mit Freuden an. Sie geben unter, sie geb'n auf, und immer lenk'st du ih- 6. Um Troft war meiner Seele so ren Lauf; und selig ist der Mensch- bange, denn Gott verbarg sein Anges,

5. Wenn ich verirrt vom richtigen Pfade, mit Sünden mich umfangen sab, rief ich zu ihm, dem Bater der Gnade; und seine Gnade war mir nah'.