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Fünfzig zwei- und dreistimmige Lieder für katholische Schulen. 2
Entstehung
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2.

Du sorgft für mich, doch so, daß ich auch sorgen soll, zu thun, was mich Dein offenbarter Wille heißt, dazu verleih mir Deinen Geist.

3.

Mit Beten geh' ich an mein Werk, gib Du dem Leibe Kraft und Stärk'; ich fang mit Dir die Arbeit an, gib, daß ich sie vollenden. kann.

4. Erleichtre mir der Arbeit Laft, laß mich, wie Du befohlen haft, Das thun, was meines Amtes ist; ich weiß, daß Du mein Helfer bist.

5.

Ich trau' auf Dich mit Zuversicht, Du werdest, treuer Vater, nicht bei meiner Arbeit und Bemüh'n den Nahrungssegen mir entzieh'n.

6. Du machst die dürren Berge naß, Du kleideft Blumen, Laub und Gras, die Vögel speisest Du allein, für Deine Sorg' ist nichts zu klein.

7. Ach treuer Gott, erhöre mich, mein Auge sieht allein auf Dich, hilf, daß ich sorge, wie ich soll; ja, sorge Du, so geht mir's wohl!

32. Die Unschuld.

Sanft.

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mf

1. Was die Welt begeistert nennt,

fire

hebt der See- le A= del

nicht. Wer der Tu- gend Wonnen kennt, wan- delt in dem

wah- ren Licht.

2. Der nach Himmlischem nur trachtet, was der Welt gehört, verachtet, durftet nach Gerechtigkeit, wird mit Sättigung erfreut.

3. Wie der Quelle Silberfluthen, sei des Menschen Herz so rein. In der Liebe Feuergluthen muß es wohl geläutert sein.

4. Die auf Gottes Wort vertrauen, werden einst den Richter schauen. Wer bewahrt den Unschuldskranz, den umstrahlt ein Himmelsglanz!