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Neues Braunschweigisches Gesangbuch : nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen und häuslichen Gottesdienste : mit Herzogl. Braunschw. Lüneb. gnädigstem Special-Privilegio ; [nebst] Episteln und Evangelia auf die Sonn- und Festtage [...]
Entstehung
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Leidensgeschichte Jesu.

Und er stand auf von dem gebet, und kam zu seinen jüngern, und fand sie schlafend vor traurigkeit, und sprach, zu ihnen: Ach! wollt ihr nun schlafen und ruhen? Was schlafet ihr! Es ist genug fehet, die stunde ist gekommen, und des menschen sohn wird überant­wortet in der fünder hände; stehet auf, und laffet uns gehen; siehe, der mich verräth, ist nahe; betet aber, auf daß ihr nicht in versuchung fallet.

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Und alsbald, da er noch redete, siehe, Judas, der zwölfen einer, da er nun zu sich hatte genommen die schaar und diener der hohen­priester und pharisäer, der ältesten und schriftgelehrten, ging er zuvor der schaar, und kam dahin mit fackeln, lampen, schwertern und stangen.

Der verräther aber hatte ihnen ein zeichen gegeben, und gesagt: Welchen ich küffen werde, der lists, den greifet, und führet ihn gewiß. Als nun Jesus wußte alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus, und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: Jesum von Nazareth. Jesus sprach zu ihnen: Ich bins.

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Judas aber, der ihn verrieth, stand auch bei ihnen. Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bins", wichen sie zurücke, und fielen zu boden. Da fragte er sie abermals: Wen suchet ihr? Sie sprachen: Jefum von Nazareth. Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, daß ichs sey: suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen. Auf daß das wort erfüllet würde, welches er sagte: Ich habe der keinen verloren, die du mir gegeben hast.

Und Judas nahete sich zu Jesu, ihn zu küffen. Und alsbald trat er zu ihm und sprach: ,, Gegrüßet seyft du, Rabbi"; und küsfete ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein freund, warum bist du gekommen? Juda, verräthst du des menschen sohn mit einem fuß? Da traten fie hinzu, und legten die Hände an Jesum, und griffen ihn.

Da aber sahen, die unt ihn waren, was da werden sollte, spra­chen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwerte drein schlagen? Da hatte Simon Petrus ein schwert, und zog es aus, und schlug nach des hohenpriesters knecht, und hieb ihm sein rechtes ohr ab. Und der knecht hieß Malchus.

Jesus aber antwortete und sprach: Laffet sie doch so ferner machen. Und er sprach zu Petro: Stecke dein schwert in die scheide; denn wer das schwert nimmt, der soll durchs schwert umkommen. Oder meinst du, daß ich nicht könne meinen vater bitten, daß er mir zuschickt mehr denn zwölf legionen engel? Soll ich den kelch nicht trinken, den mir mein vater gegeben hat? Wie würde aber die schrift erfüllet? Es muß also geschehen. Und er rührte sein ohr an, heilete ihn.

und

Zu der stunde sprach Jesus zu den hohenpriestern und hauptleuten des tempels und den ältesten, die über ihn gekommen waren: Ihr feyd als zu einem mörder mit schwertern und stangen ausgegangen, mich zu fangen; ich bin doch täglich geseffen bei euch, und habe gelehret im tem­pel, und ihr habt keine hand an mich geleget. Aber dies ist eure stun­de und die macht der finsterniß, auf daß die schrift erfüllet würde. Das ist aber alles geschehen, auf daß erfüllet würde die schrift der propheten. Da verließen ihn alle jünger und flohen.

Und es war ein jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen haut; und die jünglinge griffen ihn. Er aber ließ die leinwand fahren, und flohe bloß von ihnen.