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Wernigerödisches Gesang-Buch, Begreifend 852 : geistreiche so wol Alte als Neue Auserlesene Lieder ; mit den Noten der unbekannten Melodeyen u. einem Kleinen Gebet-Buch versehen ... ; [nebst] Nachlese
Entstehung
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anserlefener Rieder.

es gånglich dir. Erfülle mich mit glaub und liebe, und bild mich gank nach deinem bild: Entzünde mich mit fien triebe, Bu leiden, wenn dus haben wilt.

9. Zermaim, jerbrich, 0 HErr, verbrenne, Was bir nicht vollig wohlgefällt; Zerstoß, zerschlage und zertrenne, Was sich nicht gånglich zu dir hält. Ogreiff die angeborne seuchen Recht bey der tiefflen wurzel an, Laß keinen bann im finstern schleichen, Der mich und dich einst trennen kan.

10. Hier reich ich schwährend bende hande, Ich sage dirs aufs neue zu, Ich liebe dich ohn alles ende, Du meiner Jeelen wahre ruh. Ich liebe dich nicht nur in freuden, Und wenn du mich mit sucker fpeif't: Ich liebe dich in schmach und leiden, und wenn du mich auch sterben heisst.

II. So komm ich dir ge schmückt entgegen, Du nahst in liebe dich zu mir, Mir cron und purpur anzulegen, Du öffaest mir die himmels thur. Wenn werd ich dich, mein Lamm, umfangen? Und wenn, ach wenn umarmst du mich? Laß mich nur bald dazu gelangen, Denn lob und lieb ich ewig dich.

29.

Erweckung an die Si chern.

M Der lieben Sonnen Licht Teb armer mensch, befinne

37

dich, Du eilft in dein verderben,

ein herge bricht, du jammerst mich): Ach wilst du ewig sterben? hab ich dich nicht gezeuat? Hab ich dich nicht gesaugt? Such ich nicht deiner feelen ruh? Und ars mer wurm, wo eilst du zu?

2.Du fliehst von dem, der nach dir ruft Aus lieb entflammten bergen, Du eilst, wohin? zur höllen kivft, Ach solte michs nicht schmerzen? O arme creas tur! Steh fill, bedencke nur, Ich hab dir selbst mein bild vers fraut; Und du wirft eine teufels braut.

3

Find In pful des abgrunds rens 3. Djammer, ach! ich seh mein nen, Jch ruf, ich schren: es ift fo blind, Und wil mich nicht erkens Denck, wer dich retten wil, Ich nen; O armer mensch, fteh stil! bins, der dich so brünstig liebt: Ich bins, den deine noth bes

trübt.

4. Gedende nicht: ich fen ein thier, Das sich vom blute nehret. Bie wohl, wie wohl ist dem bey mir, Der sich zu mir bekehret, Romm nur, mein find, komm her, Ich bin kein löw, noch bår. Ich, ich bin GOtt, das höchste gut: Was nutzt mir eine hand voll blut?

5. So wahr ich GOTT und ewig bin, Ich wil nicht dein vers derben, O komm doch nur, ver. ireter finn, Du solft das leben c3 erben.