Nachlese einiger
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O! daß ich nun recht kindlich sey, Ben allem glaubig zu dir flehe, Und stets auf deinen winck nur sehe, So spür ich täglich neue
freu.
4. D! daß ich auch im kleins ften mercke Auf deine weisheit, güt und treu, Damit ich mich im glauben färdke, Dich lieb, und lob, und ruhig sey, Und deine weisheit laffe walten, Stets ord nung, maaß und ziel zu halten, Sonst lanf ich vor, da lauf ich an. Drum mach am besten mich ge laffen, Nichts ohne dich mir an, sumaffen, Was du nur thust, ist wohl gethan.
5. Du weifft allein die besten weiden, Auch das, was an mir schaden übt. Drum laß bein schäflein alles meiden, Was ihm nicht gute nahrung gibt. Ach! daß ich nicht mehr von dir irre, Noch durch zerfireuung mich verwirre, Auch nicht im allerbes fien schein. Ach! halte meine feele feste, ab acht auf mich aufs allerbeste, Und halte der vers suchung ein.
6. Du wolft ohn unterlaß mich treiben Zum wachen, ringen, flehn und schrenu. Laß mir dein wort im hergen bleiben, und in mir Geift und leben feyn. Laß deinen juruf fiets erschallen, Mit furcht, und als vor dir zu wallen, Laß mich stets eingekehret seyn. Bermehr in mir dein innres les ben, Dir unaufhörlich frucht zu
geben, und laß nichts lau, und tråges ein.
7. D! daß ich mich in nichts verweilte, Was mir hat seit und kraft verzehrt. O! daß ich stets zum himmel eilte, Mein Held, umgürte du dein schwert, Und brich durch alle hindernisse, Ja laß nach deinem wort die füffe Hinfort gewisse tritte thun, Laß mich in allen wort und werden Auf deines Geiftes trieb nur mercken, Und nie in eignem wil len ruhn.
8. Ach! mach einmal mich freu und flille. Daß ich dir immer fol gen kan; Nur dein, nur dein volle kommner wille, Sey hier mein schrancken, lauf und bahn. Lag mich nicht mehr für mich verlans gen, Ja laß mir nichts am Hertzen hangen, Als deines groffen nas mens ruhm, Der sey allein mein ziel auf erden, Ach, laß mirs nie verrücket werden, Denn ich bin in dein eigenthum.
9. Laß mich in dir den Water preifen, Wie er die liebe ſelber ist, Laß deinen Geist mir flårlich weisen, Wie du von ihm ge schenckt mir bist. Ach! offens bare deine liebe, und würde doch die heissen triebe Der reinen ges gen, lieb in' mir. Durchbringe dadurch herz und sinnen, Daß ich hinfort mein gang beginnen In deiner lieb und lob nur führ.
10. Ich sehne mich, nur dir zn leben


