129 Am 24. Sonntage nach Trinitatis. aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes Jesu Christi des HErrn. Welcher unfern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthänig machen.
Evangelium am 24. Sonntage nach Trinitatis, Matth. IX. v. 18. bis 26.
Da er solches mit ihnen redete, ſiehe, da kam
der Obersten einer, und fiel vor ihm nieder, und sprach: HErr, meine Tochter ist jetzt gestorben, aber komm, und lege deine Hand auf sie, so wird fie lebendig. Und JEsus stund auf, und folgete ihm nach, und seine Jünger. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahr den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und rührete seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bey ihr selbst: Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund. Da wendete sich JEsus um, und sahe sie, und sprach: Sey getrost meine Tochter, dein Glau be hat dir geholfen. Und das Weib ward ge fund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam, und sahe die Pfeifer, und das Getümmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weichet, denn das Mägdlein ist nicht tod, son dern es schläft. Und sie verlachten ihn. Alls aber das Volk ausgetrieben war, gieng er bin
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