1c6 Am 16. Sonntage nach Trinitatis.
so er doch nichts ist, der betrüget sich selbst. Ein jeglicher aber prife sein selbst Werk, und als dann wird er an ihm selber Ruhm haben, uni nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wir feine eigene Last tragen. Der aber unterrichte wird, mit dem Wort, der theile mit allerley Gu tes dem, der ihn unterrichtet. Frret euch nicht GOtt låsset sich nicht spotten. Denn was de Mensch fäct, das wird er erndten. Wer au fein Fleisch fact, der wird von dem Fleische do Verderben erndten, wer aber auf den Geist sået der wird von dem Geist das ewige Leben ernd ten. Lasset uns aber Gutes thun, und nicht mit de werden, denn zu seiner Zeit werden wir auc erndten ohne Aufhören. Als wir denn mun Zei haben, so laffet uns Gutes thun an jedermann allermeist aber an den Glaubensgenossen.
Evangelium am 16. Sonntage nach Trinitatis, Luc. VII, v. 11. bis 17.
Und es begab sich darnach, daß er in eine Stad mit Namen Nain, gieng, und seiner Jungen giengen viel mit ihm, und viel Bolks. Alls e aber nahe an das Stadt- Thor kam, siehe, do trug man einen Todten heraus, der ein einigen Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Wit we, und viel Bolks aus der Stadt gieng mit ihr


