Geistreiche Gebeter.
29
deine Treue. Wer kann der That erfahren, daß dich gnugsam lieben, und diese Speise sey eine Stárnach Würden loben? Sol- de in Schwachheit, ein te ich gleich in Gegen- Lie- Trost in Traurigkeit, be gang zerfliessen, so wür- leine Freude in Leiden, eine de es doch, mein Lieber, bewährte Argenen wider gegen deine Liebe weni- alle Seelen Kranckheit, ger zu achten seyn, als ein ein heiliges Mittel wider Tropfen gegen dem grof den geistlichen und ewigen sen Meer. Denn du bist Tod. Erhebe meine
C
die ewige Liebe selbst. Seele über alle mensch Was ist aber das Endliche Vernunft, und über liche gegen dem Unend- alle leibliche Sinne. Du lichen? Selig sind, die bist meiner Seelen ewideiner Liebe würcklichlges Leben, und meines genieffen. Selig sind, die Lebens einiger Aufentdu im Abendmahl spei- halt. In die habe ich fest und tránckest. Denn volle Gnuge. Zeuch mich was ist dieses Mahl an- nach dir. Erquicke mich ders, als ein Beweis dei- nach deiner gnädigen ner Liebe, ein Pfand Berheissung. Stårcke
deiner beständigen Treue, meinen Geist nach allen ein Band der geistli- seinen Kräften, um deichen Vereinigung, ein ner Güte willen. Laß Zeugniß deiner gnädigen mich sehen deine Freunde Gegenwart, ein Gedächt- lichkeit, und schmecken deiniß deines Leidens, ein ne Süßigkeit. Laß mich Siegel der Auferstehung spüren deine Gnade, und zum ewigen Leben, und empfinden deine Güte. eine Versicherung der ewis Speise meine Seele mit gen Seligkeit. Darnach deinem Leibe, und trände verlanget und sehnet sich sie mit deinem Blute, das meine Seele. Laß mich in mit sie weder hungern noch


