Vorrede.
Heilig, Heilig, Heilig ist GOTT, der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehren voll, Halleluja! Amen!
In Christo geliebter Leser!
e beffer ein Christ sich selbst und den wahren GOtt erkennet, je eifriger wird er beflissen seyn, mit geistlichen lieblichen Liedern GOtt, das höchste Gut, in der Kirchen und zu Hause recht zu preisen.
Erkennet er sich anfänglich recht als einen Menschen, der von dem hochgelobten Schöpfer vor allen Thieren und Vögeln,( die zwar auch Stimmen haben und singen; doch aber nichts verständliches hervor brine gen können), mit diesem herrlichen Vorzuge begnadiget ist, daß er verstånd. lich oder kläglich( Pf 47, 8.) fingen kann, und überleget zugleich, wie GOtt nicht das geringste vergeblich gemacht habe, noch wolle, daß ledig liege, oder nicht gebrauchet werde, was Er durch seine Weisheit erschaffen hat! Weish. 14 5. fo erwecket ihn solches, dasjenige zu thun, was er unter allen sichtbas ren Creaturen allein vermag, nehmlich verständlich zu singen, oder wie der fel. Hr Lutherns redet, die Musik im Dienft dessen, der sie gege: ben und geschaffen hat, sehen zu laffen. Tom. II. Altenb. 751. Blat b.
Erkennet er sich ferner, als einen Clienten seines GOttes, dessen Gunst und Schuk, ja unaussprechliche und unzählige Wohlthaten er in der Schöpfung, Erhaltung, Erlösung und Seiligung( so lauter unergründliche und unerschöpfliche Oceanen und Meere der göttlichen Liebe find) bereits genossen hat, noch täglich genicsset, und dereinsten in der Vers herrlichung im Himmel vollkommen und ewig geniessen wird, und behers
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